SBB Ae 4/7

Technische Daten

06.09.1990 Pfäffikon

06.09.1990 Pfäffikon

Foto: Werner & Hansjörg Brutzer

Nummerierung: 10901 11027
Stückzahlen: 127
Baujahre: 1927-1934
Ausmusterung: 1994-1996
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
Dauerleistung: 2300 kW
Länge über Puffer: 16.760 mm
Dientstmasse: 118-123 t
Hersteller:
SLM Winterthur
BBC Baden
MFO Zürich
SAAS Genève
Bauart: 2'Do1'

Geschichte

Die Ae 4/7 der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) war eine Universallokomotive und überall in der Schweiz anzutreffen. Dank des Buchli-Antriebes zählte sie auch zu einer der langlebigsten Lokomotiven, sie zog von den 1920er bis in die 1990er-Jahre sowohl Personen- als auch Güterzüge.

Aufgrund der guten Erfahrungen mit der Vorgängerin Ae 3/6I und dem dort verwendeten Buchli-Antrieb bestellte man 1925 bei der SBB zwei Prototypen der Ae 4/7. Zwischen 1927 und 1934 wurden dann insgesamt 127 Ae 4/7 ausgeliefert.

Ab 1930 wurde von ihr der Schnellzugverkehr über den Gotthard übernommen. In den 1940er-Jahren wurden sie im Flachlandverkehr durch die Re 4/4I leicht bedrängt. Ende der 1950er-Jahren wurde sie wieder vom Gotthard abgezogen, da diese Prestigeaufgabe von der Ae 6/6 übernommen wurde. Im Jahr 1960 erhielten vier Ae 4/7 (10948 - 10951) einen ÖBB-Stromabnehmer, so dass sie die internationalen Züge von St. Margrethen - Bregenz - Lindau ziehen konnten.

Ende der 1960er-Jahre wurden sie schließlich beim Schnellzugverkehr von der Re 4/4II zurückgedrängt. Mit dem Einbau der Vielfachsteuerung konnte sie aber fortan auch den schweren Güterverkehr bedienen. Die nicht vielfachgesteuerte Ae 4/7 fanden nun ihre Einsatzbereiche vorwiegend im Regional- sowie Leichtgüterzugverkehr wieder. 66 Jahre nach ihrer ersten Ablieferung, waren sie noch 1993 bei Regionalzügen vor allem in der Ostschweiz anzutreffen. Im Hinblick auf einen Einsatz über die Jahrtausendwende hinaus gab man ihnen sogar noch die UIC-Nummern Ae 497 000 - 497 027 sowie 497 901 - 497 999.

Die erste Lokomotive dieser Reihe wurde 1983 wegen schlechten Zustandes ausgemustert. 1990 waren noch über 100 Exemplare von ursprünglich 127 im Einsatz. Am 1. Januar 1995 lag der Bestand der SBB bei 72 Lokomotiven. Dann begann, doch sehr überraschend, die Ausmusterung. Seitens der SBB kam doch noch Anfang der 1990er Jahre die Aussage, dass die Maschinen bis über das Jahr 2000 hinaus verkehren würden. Mit dem Einsatz der Re 460 gab es aber schließlich mehr Loks als nötig, so dass die Ae 4/7 überzählig wurden. 1996, ein Jahr später waren bereits alle ausrangiert und viele davon schon demontiert.

Bilder verfügbar