SBB Ae 3/6 I

Technische Daten

11.03.1979 Wil

11.03.1979 Wil

Foto: Werner & Hansjörg Brutzer

Nummerierung: 10601 10714
Stückzahlen: 114
Baujahre: 1920-1929
Ausmusterung: 1974-1994
Höchstgeschwindigkeit: 90-110 km/h
Dauerleistung: 1600 kW
Länge über Puffer: 14.760 mm
Dientstmasse: 92-96 t
Hersteller:
SLM Winterthur
BBC Baden
MFO Zürich
SAAS Genève
Bauart: 2'Co1'

Geschichte

Die Ae 3/6 I der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) war eine leichte Schnell- und Personenzuglok für den Einsatz im Flachland. Sie wurde von Beginn der Elektrifizierung in den 1920er Jahren bis Mitte der 1990er Jahre eingesetzt. Mit über sieben Jahrzehnten im Dienste der SBB war sie die langlebigste Lokomotivserie.

Von 1920 bis 1929 wurden von der Ae 3/6I in mehreren Baulosen insgesamt 114 Lokomotiven gebaut. Sie war damit die größte Serie der leichten Schnellzuglokomotiven.

Bereits in den 1930er Jahren erfolgte ein Umbau der Lokomotiven ab Nummer 10 637. Man erhöhte die Leistung um 10% sowie die Rückstellkraft der Laufdrehgestellzentrierung. Dadurch konnte die zulässige Geschwindigkeit in den Kurven um 5 km/h erhöht und die Höchstgeschwindigkeit neu auf 110 km/h festgesetzt werden. Die ab dem Fahrplanwechsel 1935 neu eingesetzten Leichtstahlwaggons erlaubten höhere Beschleunigungen und damit kürzere Fahrzeiten. Die Lokomotiven der ersten Serien 10 601 - 10 636 wurden nicht angepasst, da die Fahrmotoren dazu nicht geeignet waren. Während ihres langen Einsatzes folgen noch weitere Umbauten bzw. Verbesserungen.

Die erste Ae 3/6I wurde 1970 auf Grund des schlechten Zustandes ausgemustert. Die Auslieferung von Re 4/4II sowie Re 6/6 in den 1970er Jahren führte zur Ausmusterung von 22 weiteren Maschinen. Ab 1982 folgten nach und nach auch die übrigen Ae 3/6I durch die Indienststellung von neueren Lokomotiven und NPZ-Triebwagen.

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