ÖBB 1045 (BBÖ 1170, MBS 1045)

Technische Daten

23.08.2008 in Wörgl

23.08.2008 in Wörgl

Foto: Sebastian Fuchs

Nummerierung:
BBÖ 1170.01 14
1045.01 14 (mit Lücken)
MBS 1045.01, 03, 06
Stückzahlen: 14
Baujahre: 1927-29
Ausmusterung: ÖBB: bis 1994
Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
Dauerleistung: 960 kW / 48 km/h
Länge über Puffer: 10.400 mm
Dientstmasse: 61 t
Hersteller: ELIN/Wien, Wr. Neustadt & Floridsdorf
Bauart: Bo'Bo'

Geschichte

Die Österreichische Bundesbahnen (BBÖ) benötigte Mitte der zwanziger Jahre für die traktionstechnisch schwierige Mittenwaldbahn sowie die im Jahre 1925 elektrifizierte Strecke Attnang-Puchheim - Stainach-Irdning (Salzkammergutbahn) möglichst universell einsetzbare Lokomotiven. Bisher wurde auf der Mittenwaldbahn die Reihe 1060 eingesetzt, mit dem steigenden Verkehrsaufkommen reichte aber deren Leistung dafür nicht mehr aus. Auf der Salzkammergutbahn wurde die Reihe 1029 eingesetzt, die starre 1"C1"-Bauweise war aber für diese kurvenreiche Strecke nicht geeignet.

Die BBÖ entschied sich für eine vierachsige Drehgestelllokomotive der Bauart Bo"Bo" mit Einzelachsantrieb, die unter der Reihenbezeichnung 1170 eingeordnet wurde.
Zehn Lokomotiven wurden für die Salzkammergutbahn, vier für die Mittenwaldbahn beschafft.

Unter der Deutschen Reichsbahn fuhr die Reihe 1170 ab 1938 mit der Bezeichnung E 45. Während des Zweiten Weltkrieges wurden zwei Maschinen so stark beschädigt, dass diese ausgemuster werden mussten. Nach Kriegsende gingen die verbliebenen Maschinen in den Bestand der ÖBB über, wobei diese mit Einführung des neuen Nummernsystems 1953 die Reihenbezeichnung 1045 erhielten. Ab 1978 wurden diese Lokomotiven dann bei Fälligkeit größerer Instandhaltungsmaßnahmen ausgemustert. Bis 1994 waren schließlich alle Maschinen bei der ÖBB ausgemustert.

1980 wurden die Lokomotiven 1045.01 und 03 an die Montafonerbahn (MBS) verkauft und waren dort bis 2009 im Einsatz. Die leicht beschädigte 1045.06 wurde als Ersatzteilspender ebenfalls an die MBS veräußert. Nach Ende ihrer Einsatzzeit bei der MBS gelangten die beiden Maschinen zur ÖGEG (Österreichische Gesellschaft für Eisenbahngeschichte) und sind heute im Lokpark Ampflwang beheimatet.