ÖBB 1018/1118 (DB 118, DR 218, DRG E 18)

Technische Daten ÖBB 1018

07.03.1988 in Linz

07.03.1988 in Linz

Foto: Werner & Hansjörg Brutzer

Nummerierung:
DRG: E 18 01 053
DB: 118 002 055
DR: 218 019 + 031
ÖBB: 1018 01 08, 1018.01 + 1118.01
Stückzahlen: 55
Baujahre: 1935 1939, 1954 1955
Ausmusterung: 1984/1991
Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h
Dauerleistung: 2.840 kW
Länge über Puffer: 16.920 mm
Dientstmasse: 108,5 t
Hersteller: AEG, Krupp
Bauart: 1'Do1'

Geschichte

Mit der Entwicklung der E18, einer Elektrolokomotive für den schweren Schnellzugdienst wurde 1933 seitens AEG begonnen. Vorgabe war, dass diese eine Höchstgeschwindigkeit von über 120 km/h hatte, fahrzeugtechnisch auf der E 17 und elektrisch auf der E 04 aufbaute. Die ersten beiden Prototype wurden zwei Jahre später ausgeliefert. Nach erfolgreichen Tests erfolgte kurze Zeit später schon die erste Serienlieferung. Eine zweite Serie von weiteren 48 Lokomotiven wurden 1939 seitens der Deutschen Reichsbahn bestellt. Ab E 18 045 erhielten die Maschinen deshalb schon dreistellige Ordnungsnummern. Bis Kriegsbeginn konnten 53 Lokomotiven der ersten Serie ausgeliefert werden, die zweite Serie wurde nie produziert.

Von der BBÖ wurden 1937 acht Lokomotiven nahezu baugleicher Bauart bestellt, sie wurden für den Betrieb auf den steigungsreichen Strecken adaptiert. Neben verstärkten Transformatoren erhielten sie die stärkeren Fahrmotoren der E 19. Auch die Getriebe wurden geringfügig kürzer übersetzt, so dass sich eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h ergab. Die Anfahrzugkraft und die Dauerleistung stiegen dadurch maßgeblich an. Die als BBÖ-Baureihe 1018 bezeichneten Maschinen waren damit die stärksten "18er". Ab 1939 wurden die österreichischen Lokomotiven aufgrund der politischen Entwicklung an die Deutsche Reichsbahn ausgeliefert und dort als E 18 201 bis 208 eingereiht.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges gingen 39 Lokomotiven in den Besitz der Deutschen Bundesbahn über und drei Stück wurden bei der Deutschen Reichsbahn der DDR in den Dienst gestellt. Weitere zwei Loks kamen bei der Österreichischen Bundesbahn zum Einsatz.

Ab Werk hatten die Lokomotiven eine stählerne blaugraue Lackierung. Diese wurde nach 1945 von der DB bzw. DR in blau oder grün umlackiert. Bei der DB erhielten drei Loks (118 013, 118 028 und 118 049) Mitte der 1970er Jahre die damals typische Lackierung ozeanblau/elfenbein. Die beiden bei der ÖBB eingesetzten Maschinen hatten eine kräftige rot-orange Lackierung.

Einsatz bei der Deutschen Bundesbahn

Zwischen 1954 und 1955 wurden von Krupp zwei weitere Lokomotiven der Baureihe E 18 neu aufgebaut (E 18 054 und E 18 055). Der Bestand der DB erhöhte sich somit auf 41 Zugmaschinen. Anfangs wurden diese Lokomotiven von den bayerischen Betriebswerken Augsburg, Freilassing, München, Nürnberg und Regensburg eingesetzt. Ende der 1950er Jahre folgte auch Stuttgart als Einsatzort. Im Rahmen der Umstellung des Nummernsystems bekamen die Loks 1968 die Baureihenbezeichnung 118.

Im Bw Würzburg wurden 1984 die letzten im Dienst stehenden 118er ausgemustert.

Einsatz bei der Deutschen Reichsbahn in der DDR

Nach Kriegsende gingen fünf einsatzfähige E 18 als Reparationsleistung an die Sowjetunion über, die aber schon 1952 wieder an die DDR zurückgegeben wurden. Diese fünf Exemplare wurden aber sofort von der Deutschen Reichsbahn an die Deutsche Bundesbahn weiterverkauft.

Zwischen 1958 und 1960 wurden weitere drei einsatzfähige 118er aufgebaut. Die E 18 19, E18 31 und E 18 40 wurden aus sechs, durch den Krieg beschädigten, E 18er aufgebaut.

Ab 1970 erhielten die in Halle/Saale stationierten Maschinen die neue Baureihenbezeichnung 218.

Einsatz bei der Österreichischen Bundesbahn

Die acht Lokomotiven E 18.2 (österreichische Variante) bekamen bei der ÖBB die Baureihenbezeichnung 1018. Die E 18 42 verblieb nach dem Krieg in Österreich und wurde als 1118.01 eingeordnet. Aus den durch den Krieg beschädigten deutschen Variante E 18 046 sowie österreichischen Variante E 18 206 wurde die 1018.01 aufgebaut.

Ende der 1990er Jahre endete deren Einsatz in Österreich.

Quelle: Wikipedia