ÖBB 156 (kkStB 270 / BBÖ 270 / DRB 56.31–34)

Technische Daten

11.08.1976 in Wien

11.08.1976 in Wien

Foto: Werner & Hansjörg Brutzer

Nummerierung:
kkStB 270.01 07
SD 434.101 1199
Stückzahlen:
kkStB: 7
SD: 165+34 (1918 ex kkStB, 1945 ex BBÖ)
BBÖ: 100
SHS: 9
CFR: 132
FS: 35
PKP: 142
MÀV: 8
ÖBB: 25
Baujahre: 1917 1930
Ausmusterung:
ÖBB: bis 1968
SD: bis 1976
Höchstgeschwindigkeit:
60 km/h
Länge über Puffer: 17.443 mm
Dientstmasse: 68,0 t
Bauart: 1'D h2

Geschichte

Die kkStB 270 war eine Güterzug-Schlepptenderlokomotive der k.k. österreichischen Staatsbahnen.






Die Reihe 270 in Österreich

Die ersten sieben Lokomotiven wurden 1917 von der Böhmisch-Mährischen Maschinenfabrik geliefert. Bis Kriegsende wurden insgesamt 27 Exemplare ausgeliefert. Ab 1920 wurden die Maschinen schließlich für die BBÖ in Serie gebaut. Bis 1922 wurden insgesamt 100 Exemplare in Dienst gestellt.

Im Jahr 1938, mit Anschluss Österreichs an das Dritte Reich, wurden die Maschinen von der Deutschen Reichsbahn als Baureihe 56.3401 3500 eingeordnet.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden 25 Lokomotiven von der ÖBB übernommen und dort als Reihe 156 eingeordnet. Die Ausmusterung war 1968 abgeschlossen.

Die Reihe 270 in der Tschechoslowakei

Nach Ende des Ersten Weltkrieges verblieben Lokomotiven in der neu gegründeten Tschechoslowakei. Ab 1919 ließen die Tschechoslowakischen Staatsbahnen ( SD) weitere 119 Maschinen bauen, die anfangs noch von den österreichischen Herstellern Wiener Neustadt sowie Floridsdorf geliefert wurden. Ab 1920 wurden hier ebenfalls fast alle tschechischen Lokomotivhersteller in die Fertigung einbezogen. Im Jahr 1924 erhielten die Lokomotiven die neue Baureihenbezeichnung 434.1.
Das letzte Exemplar dieser Reihe (434.1165) wurde erst 1930 in Dienst gestellt.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges gingen 34 ehemalige BBÖ-Lokomotiven in den Bestand der SD über. Sie wurden dort hauptsächlich im Güterzug- und der Rangierdienst eingesetzt. Der Großteil der Maschinen wurden bis 1972 ausgemustert. Das letzte Exemplar (434.1181) wurde am 16. März 1976 außer Dienst gestellt.

Die Reihe 270 in anderen Staaten

Die Lokomotivfabrik Floridsdorf lieferten insgesamt 253 Exemplare nach:
Polen (PKP Tr12)
Tschechoslowakei (434.1)
Jugoslawien (JD 25)
Italien (FS 728)
Rumänien (CFR 140)

Weitere Maschinen wurden von der PKP von der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik in Form von Halbfertigteilen nach Polen geliefert und dort zusammengebaut.

Als die Tschechoslowakei Landesteile an Ungarn abtrat, kamen Maschinen der Reihe 434.1 als 403.6 zur MÁV.

Rumänien bestellte ebenfalls weitere Maschinen bei koda (Tschechoslowakei) sowie bei Schneider (Frankreich).

Des Weiteren baute die Maschinenfabrik der Ungarischen Staatsbahn acht Exemplare für die Donau-Save-Adria-Bahn, der Nachfolgerin der Südbahngesellschaft, die sie als Reihe 140 bezeichnete. Diese Maschinen kamen 1934 als Reihe 403.6 zur MÁV.

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