DBAG-Baureihe 675 (DR 175, VT 18.16)

Technische Daten

11.10.1991 Bw Rummelsburg

11.10.1991 Bw Rummelsburg

Foto: Norman Künemund

Nummerierung:
DR VT 18.16 01 08
DR 175 001 016
Stückzahlen: 8 Triebzüge
Baujahre:
1963 (Prototyp)
1965 1968 (Serie)
Ausmusterung: 2003
Höchstgeschwindigkeit:
160 km/h (Vierteile)
140 km/h (Sechsteiler)
Leistung: 2 736 kW
Länge über Kupplung:
97.360 mm (Vierteiler)
121.660 mm (Fünfteiler)
145.180 mm (Sechsteiler)
Dientstmasse:
212,7 t (Vierteiler)
255,2 t (Fünfteiler)
296,0 t (Sechsteiler)
Hersteller: VEB Waggonbau Görlitz
Bauart: B'2'+2'2'+2'2'+2'B'

Geschichte

Der VT 18.16 wurde von der DDR als Prestigeobjekt entwickelt, um auf den internationalen Bahnstrecken für Aufsehen zu sorgen. Er wurde als Konkurrenzprojekt zum VT 11.5 der Deutschen Bahn gesehen und Ausstattung sowie Zustand hatte höchste Priorität.

Der Prototyp wurde 1963 vom VEB Waggonbau Görlitz an die Deutsche Reichsbahn ausgeliefert. Die beiden Triebköpfe hatten eine Leistung von je 900 PS und waren für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h zugelassen. Zwischen 1965 und 1968 wurden weitere sieben Triebzüge, bestückt mit 1.000 PS Dieselmotoren, produziert. Zusätzlich zu den acht Triebzügen wurden auch noch zwei Reservetriebwägen (VT 18.16 09 und 10) sowie sechs Zusatzmittelwägen gebaut.

Einsatzgebiet dieser Züge waren Skandinavien, Österreich und die Tschechoslowakei. Aufgrund des gestiegenen Passagieraufkommens reicht Ende der 1970er Jahre die Platzkapazität dieser Züge nicht mehr aus, somit wurden immer mehr Verbindungen auf lokbespannte Züge umgestellt. Anfang der 1980er Jahre wurden die Züge schrittweise ausgemustert. Der Prototyp, der nicht mit den anderen VT 18.16 kuppelbar war, wurde bereits 1977 ausgemustert.

Anfang der 1990er Jahre gab es nur noch einen einzigen betriebsbereiten Zug, bestückt mit einem der beiden zusätzlich gebauten Reservetriebwägen. Dieser Zug, bestehend aus den beiden Triebköpfen 175 019, 175 014, zwei Zusatzmittelwägen sowie 175 313 und 175 314erhielt 1992 die Baureihenbezeichnung 675 und wurde noch bis 2003 für das Nostalgieprogramm der Deutschen Bahn AG genutzt. Im Juni 2003 wurde er abgestellt und ging in den Bestand des DB-Museums über, seit 2006 ist er im Bw Berlin-Grunewald zu besichtigen.