DB-Baureihe 403

Technische Daten

09.09.1992 Bw Düsseldorf

09.09.1992 Bw Düsseldorf

Foto: Werner Ballon

Nummerierung: 403 001 bis 006
Stückzahlen: 3 Einheiten
Baujahre: 1973
Ausmusterung: 1993
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Dauerleistung: 3840 kW
Dientstmasse: 235,7 t
Hersteller: LHB, MBB, AEG, BBC, Siemens
Bauart: Bo'Bo'+Bo'Bo'+Bo'Bo'+Bo'Bo'

Geschichte

Am 2. März 1973 wurde der erste von drei gebauten Triebzügen der Baureihe 403 an die Deutsche Bahn übergeben. Durch seine charakteristische Frontgestaltung erhielt diese Baureihe den Spitznamen "Donald Duck". Dieser vierteilige Triebzug hatte insgesamt 183 Sitzplätze, einer der beiden Mitteleinheiten war als Halbspeisewagen konzipiert und bot Platz für gerade mal 24 Personen. Der fahrplanmäßige Einsatz im InterCity-Dienst auf der Strecke München - Bremen begann mit dem Winterfahrplan 1974/1975. Der Mangel an geeigneten Schnellfahrtrassen, die Einführung der zweiten Klasse im InterCity-Verkehr sowie der unflexible Einsatz eines nur vierteiligen Zuges machten den 403 schnell überflüssig und der Betriebseinsatz endete schon zum Winterfahrplan 1978/1979. Bis 1982 wurden diese Triebzüge dann nur noch für Mess- und Sonderfahrten eingesetzt.

Ab 28. März 1982 bekam die Baureihe 403 wieder ein neues Einsatzgebiet, in neuer Lackierung fuhren diese als Lufthansa-Airport-Express zwischen den Flughäfen Düsseldorf und Frankfurt/Main. Die Züge waren teils als fünfteilige oder gekoppelte Einheiten unterwegs und durften nur mit einem Flugticket benutzt werden. Für die Lufthansa war das ein kostengünstiger Flugzeugersatz und die Reisenden kamen auf der Rheinstrecke in den Genuss einer der schönsten deutschen Bahnstrecken. 1993 kam jedoch das überraschende Ende.
Die Triebzüge zeigten erhebliche Korrosionsschäden, die weder die DB noch die Lufthansa beheben wollten. Somit wurden die Züge ausgemustert und in Nürnberg abgestellt.

2001 wurden die Fahrzeuge von der Prignitzer Eisenbahn (PEG) erworben und nach Berlin-Spandau geschleppt. Dort wollte der Museumsverein wieder ein Exemplar in den Ursprungszustand versetzen, dies wurde aber bisher nicht umgesetzt.

Die Baureihe 403 war für seine Zeit sehr innovativ, sie war bereits mit einer Neigetechnik ausgestattet, die ihr hohe Geschwindigkeiten auf kurvenreichen Strecken erlaubte. Leider standen dieser Baureihe in den 1970er Jahren so gut wie keine Hochgeschwindigkeitstrassen zur Verfügung. Das Konzept der Antriebstechnik (separater Antrieb jedes Wagens) ähnelt dem des ICE 3, an dem die Baureihenbezeichnung 403 abgegeben wurde.

Quelle: Wikipedia