DBAG-Baureihe 485/885 (DR 270)

Technische Daten

Nummerierung:
005 170
Stückzahlen:
166 Triebwagen
166 Beiwagen
Baujahre:
1987
1990 1992
Ausmusterung: ab 2005
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Stundenleistung: 600 kW
Anzahl Fahrmotoren: 4
Länge über Kupplung:
36.200 mm
Leermasse: 59,0 t
Hersteller: LEW
Bauart: Bo'Bo'+2'2'
Sitzplätze: 110
Stehplätze: 253

Geschichte

Die Baureihe 270 (DBAG-Baureihe 485/885) der Deutschen Reichsbahn der DDR waren S-Bahn-Triebzügen der Berliner S-Bahn. Die ersten Exemplare dieser S-Bahnzüge wurden bereits 1980 auf der Leipziger Frühjahrsmesse vorgestellt. Die Indienststellung erfolgte aber erst 1987.

Ende der 1970er Jahre hatte LEW den Entwicklungsauftrag erhalten, die vor dem Zweiten Weltkrieg in Dienst gestellt Fahrzeuge sollten ersetzt werden. Die Fahrzeuge waren eine komplett Neuentwicklung. Bei den Außenmaßen orientierte man sich aber an den Altfahrzeugen, damit wollte man mögliche Probleme bei der Unterbringung in Werkstätten verhindern.

Als Prototypen wurden vier Viertelzüge aus je einem Triebwagen (ET) und einem Beiwagen (EB) in der damals typischen Farbgebung der Ost-Berliner S-Bahnwagen (weinrot-elfenbein) ausgeliefert. Die kleinste betrieblich mögliche Zugeinheit bestand aus zwei Viertelzügen. 1987 folgte eine Vorserie von 12 Viertelzügen in gleicher Farbgebung wie die Prototypen. Die Abstellung dieser Prototypen/Vorserie erfolgte bereits 1990, da diese äußerst störanfällig war und die Viertelzüge nicht mit den Serienfahrzeugen kuppelbar waren.

In den Jahren 1990 bis 1992 wurden je 158 Trieb- und Beiwagen beschafft. Ursprünglich waren von dieser Baureihe 300 Viertelzüge vorgesehen, mit Exemplar Nummer 170 wurde die Lieferung aber abgebrochen. Stattdessen entschied man sich dann für eine Bestellung der Doppel-Triebwagen der BVG-Baureihe 480.

Die Abstellung der ersten Serienfahrzeuge erfolgte im Herbst 2003. Seit 2005 wurden Züge dieser Baureihe dann auch betriebsfähig abgestellt. Ab dem Juli 2007 wurden 50 von 65 abgestellten Viertelzüge verschrottet. Nichtsdestotrotz konnte man auf die Baureihe 485 nicht komplett verzichten. Berechnungen zeigten, dass etwa 50 Viertelzüge bis 2017 im Einsatz bleiben müssten. Daraufhin begann man ab 2009 wieder mit Hauptuntersuchungen an dieser Baureihe, diese Exemplare erhielten dann eine sogenannte Auslauffrist.

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