DB-Baureihe 479.2 (DR 279.2)

Technische Daten ET 188 531 / 279 201-8

Stückzahlen: 1
Baujahre: 1923
Ausmusterung: 1982
Höchstgeschwindigkeit: 45 km/h
InstallierteLeistung: 53 kW
Länge über Puffer:
10.300 mm
Dientstmasse: 14,4 t
Hersteller: Gothaer Waggonfabrik / Bergmann
Bauart: Bo

Technische Daten ET 188 701 / 279 203-4

Stückzahlen: 1
Baujahre: 1909, Umbau 1929/30, 1955, 1963
Ausmusterung: 1984
Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
InstallierteLeistung: 68 kW
Länge über Puffer:
11.360 mm
Dientstmasse: 14,3 t
Hersteller: Waggonfabrik P. Herbrand / AEG
Bauart: Bo

Technische Daten "Rekonstruktionen" 1982/84

Nummerierung:
201, 203, 205
Stückzahlen: 3
Baujahre: 1982/84
Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
InstallierteLeistung: 2 x 60 kW
Länge über Puffer:
11.600 mm
Dientstmasse: 19,5 t
Hersteller: Raw Schöneweide
Bauart: Bo

Geschichte

Die Triebwagen Oberweißbacher Bergbahn erhielten 1969 die Baureihenbezeichnung 279.2 der Deutschen Reichsbahn. Mit Übergang in den Bestand der Deutschen Bahn AG wurden sie 1992 in 479.2 umbezeichnet.

Unter der Baureihe DR 279.2 werden zwei Generationen der Elektrotriebwagen der Oberweißbacher Bergbahn geführt. Die originalen Triebwagen Baujahr 1923, die Umbauwagen vor 1982 sowie die Neubauten von 1982/1984.

Triebwagen erster Generation
279 201-8 ex ET 188 531

Der einzige speziell für die Flachstrecke gebaute Triebwagen entstand 1922/23 in der Gothaer Waggonfabrik. Die Elektrik kam von den Bergmann Elektrizitätswerke in Berlin.

1949 erhielt dieser Triebwagen die Betriebsnummer ET 188 531. 1969, mit der Einführung des EDV-Nummernschemas, erhielt er die Bezeichnung 279 201-8, die bis zur Ausmusterung im Jahr 1982 beibehalten wurde.

Der Triebwagen wurde 1970 im RAW Berlin-Schöneweide umfassend modernisiert und ähnelte danach im Aussehen der Berliner S-Bahnen.

279 202-6 ex VB 140 538
Der VB 140 538 war ursprünglich ein Beiwagen der Niederbarnimer Eisenbahn. Dieser wurde im RAW Berlin-Schöneweide zum Steuerwagen umgebaut und ab 1974 unter 279 202-6 geführt. Im Jahr 1984 kehrte er schließlich zur Rekonstruktion zurück zum RAW Berlin-Schöneweide.

279 203-4 ex ET 188 701
Als Straßenbahntriebwagen 209 der Leipziger Elektrischen Straßenbahn wurde er 1909 ausgeliefert. Der Wagen wurde während seiner Betriebszeit dreimal (mit der Rekonstruktion 1984 viermal) grundlegend umgebaut.
Im Jahr 1929/30 wurde er, wie alle Triebwagen des Typs 16, in den Typ 27 mit geschlossenen Plattformen umgebaut.
1955 erfolgte im RAW Gotha der Umbau für einen Einsatz auf der Flachstrecke. Er wurde u.a. auf Regelspur mit Fernbahnradreifen umgespurt, mit Pufferbohlen und Puffern sowie einem seitlich versetzten Stromabnehmer versehen. Nach Abschluss der Arbeiten erhielt er die Betriebsnummer ET 188 701. In dieser Form diente er vorwiegend als Reservefahrzeug.
Der dritte Umbau erfolgte 1963 im RAW Berlin-Schöneweide. Das Fahrzeug erhielt einen neuen, eckigen Wagenkasten mit abgeschrägten Enden in geschweißter Stahlausführung sowie rollengelagerte Radsätze mit 800mm Laufkreisdurchmesser und einem Achsstand von 5000 Millimetern. Die elektrische Ausrüstung und Steuerung wurde an den ET 188 531 angepasst. 1969, mit der Einführung der EDV-Nummerierung, erhielt er die Nummer 279 203-4. Die Ausmusterung erfolgte 1984.

"Rekonstruktionen" von 1982/84
Man entschloss sich zu einer Neukonstruktion, da die alten Fahrzeuge den Anforderungen nicht mehr genügten und eine Ersatzteilversorgung nicht mehr gewährleistet war.

Da auch für die Buckower Kleinbahn neue Triebwagen benötigt wurden, entstand im RAW Schöneweide ein neuer Fahrzeugtyp mit der Bezeichnung BR 279.2. Das optische Erscheinungsbild lehnte sich an den bisherigen 279 201 an. Bei der Gestaltung des Wagenkastens und der Türen wurde auf Komponenten der Berliner S-Bahn zurückgegriffen. Die Modernisierung der S-Bahn-Züge der Baureihe 275 zur Baureihe 276.1 wurde nämlich parallel im RAW durchgeführt.

Da im Aufgabenplan des RGW der Bau neuer Triebwagen nicht vorgesehen war, wurden die Neubauten offiziell als Rekonstruktion bezeichnet. Die vorherigen Triebwagen wurden nach Schöneweide überführt und dort verschrottet.

2008 wurden die Triebwagen 479 201 und 203 aufwändig modernisiert. Die elektrische Anlagen wurden erneuert, ebenso Druckluftanlage und Heizung. Des Weiteren erhielten die Türen eine Schließ- und Sicherungseinrichtung.

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