DBAG-Baureihe 109 (DR 211 , E 11)

Technische Daten

13.11.2008 in Lichtenberg

13.11.2008 in Lichtenberg

Foto: Ralph Mildner

Stückzahlen: 96
Baujahre: 1961 - 1963, 1972 - 1976
Ausmusterung: 1990er
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Dauerleistung: 2.740 kW bei 104 km/h
Länge über Puffer: 16.260 mm
Dientstmasse: 82,5 t
Hersteller: LEW
Bauart: Bo"Bo"

Geschichte

Nachdem der Lizenzbau für die DB-Baureihe E 10 und E 40 scheiterte, war die DR-Baureihe E 11 die erste neuentwickelte Elektrolokomotive der Deutschen Reichsbahn der DDR.

Nach Auslieferung der beiden Prototypen E 11 001 und E 11 002 im Jahr 1961 wurden diese seitens der DR ausgiebig getestet. Nach erfolgreicher Erprobungsphase wurde ein Auftrag über weitere 94 Maschinen an die LEW erteilt. Die Serienbelieferung erfolgte ab 1962, Einsatzgebiete waren sowohl der Personen- als auch Güterverkehr. Die Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h bei einer Anhängelast von 600 t (in der Ebene) waren für den Eisenbahntransport in der DDR völlig ausreichend.

Die E 42 war die Schwester der E 11, dort wurde eine andere Übersetzung für eine höhere Zugkraft (Höchstgeschwindigkeit 100 km/h) eingebaut und die Bremsanlage der höheren Zugkraft angepaßt. Die für die Rübelandbahn gebauten Maschinen der Baureihe E 251 ähnelten den beiden E 11 und E 42 aber nur äußerlich.

Mit Einführung des EDV-Nummersystems wurden die Lokomotiven ab 1970 bei der DR unter der Baureihe 211 geführt.

Am 01. Januar 1991 waren noch 69 Lokomotiven im Bestand der DR. Sie wurden immer mehr von den modernen Loks der DR-Baureihe 243 in weniger anspruchsvolle Dienste verdrängt. Einige Lokomotiven dieser Baureihe wurden ab 1989 in die Baureihe 242 umgebaut.

In den Bestand der Deutschen Bahn AG gingen nur einige Maschinen über, die dort als Baureihe 109 bezeichnet wurden. 1998 wurden die letzten vier Lokomotiven der DB AG im Bw Halle P ausgemustert.