DR-Baureihe E 05

Technische Daten

Nummerierung:
E 05 001 002
E 05 103
Stückzahlen: 3
Baujahre: 1933
Ausmusterung:
E 05 001: unbekannt
E 05 002: 1962
E 05 103: 1964
Höchstgeschwindigkeit:
E 05: 110 km/h
E 05.1: 130 km/h
Dauerleistung: 1.785 kW
Länge über Puffer: 15.400 mm
Dientstmasse:
E 05: 89,0 t
E 05.1: 90,0 t
Hersteller: SSW, Henschel & Sohn
Bauart: 1'C01'

Geschichte

Die Baureihen E 05 und E 05.1 waren elektrische Versuchslokomotiven der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft für den Schnellzugdienst. Sie wurde im Zuge der Ausschreibung der Baureihe E 04 von den Siemens-Schuckert-Werken der DRG angeboten. Für diese Maschinen war ein Tatzlagerantrieb eingeplant. Die DRG bestellte drei Versuchslokomotiven, um diesen Antrieb mit dem Federtopfantrieb der E 04 vergleichen zu können.

Das Betriebsprogramm entsprach dem der E 04. Es war vorgesehen, 400-t-Schnellzüge und 300-t-Personenzüge auf der Strecke Leipzig Dessau Magdeburg sowie 600-t-Schnellzüge auf der Bahnstrecke Magdeburg Halle Leipzig zu befördern.

Die Indieststellung erfolgte 1933. Die Triebfahrzeugnummern wurden entsprechend der unterschiedlichen Höchstgeschwindigkeiten vergeben.
E 05 001 und E 05 002 für die 110 km/h schnellen Fahrzeuge.
E 05 103 für die dritte, 130 km/h fahrende Maschine.

Im Vergleich zur E 04 hatte diese Baureihe mangelnden Fahreigenschaften bei Geschwindigkeiten über 100 km/h. Damit blieb es bei der Beschaffung der drei Versuchslokomotiven.

Bis 1946 waren die Maschinen beim Bw Leipzig Hbf West stationiert. Dort wurden sie als Ersatz für ausgefallene E 04 oder Elektrotriebwagen der Baureihen ET 25, ET 31 oder ET 41 eingesetzt.

Am 29. September 1946 mussten alle drei E 05 als Reparationsleistung an die Sowjetunion abgegeben werden. E 05 001 verblieb in der Sowjetunion, E 05 002 und E 05 103 kehrten 1952 zurück zur DR der DDR.

E 05 002 verblieb bis zu ihrer Ausmusterung im März 1962 im Schadlokpark der Deutschen Reichsbahn.

E 05 103 wurde zunächst auch im Schadlokbestand der Deutsche Reichsbahn aufgenommen. Man entschied sich hier jedoch zur Wiederaufarbeitung der Maschine, sie wurde im September 1959 erneut beim Bw Leipzig Hbf West in Dienst gestellt. Ab 1960 erfolgte dann die Stationierung in Magdeburg. Aufgrund der Schadanfälligkeit sowie die hohen Instandhaltungskosten (Einzelstück) wurde die Lokomotive im Februar 1964 ausgemustert. Von 1964 bis 1967 erfolgte noch ein Einsatz als stationäre elektrische Weichenheizanlage auf dem Personenbahnhof Halle (Saale). Wegen eines Trafoschadens wurde die Maschine 1967 endgültig außer Betrieb genommen und 1968 verschrottet.

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