DB-Baureihe 191 (DRG-Baureihe E 91)

Technische Daten

16.06.1975 in Neustadt ( Aisch )

16.06.1975 in Neustadt ( Aisch )

Foto: Werner & Hansjörg Brutzer

Nummerierung:
DRG E 91 01 - 20, 81 - 94
DB 191 001 - 020, 081, 088 - 094
Stückzahlen: 34
Baujahre: 1925-1927
Ausmusterung: 1975
Höchstgeschwindigkeit: 55 km/h
Dauerleistung: 1.660 kW
Länge über Puffer: 16.700 mm
Dientstmasse: 123,7 t
Hersteller: Krauss, WASSEG
Bauart: C'C'

Geschichte

Im Rahmen des ersten Beschaffungsplans elektrischer Einheitslokomotiven erfolgte schon im Jahr 1922 seitens der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft (DRG) die Bestellung von 30 Güterzugelektrolokomotiven für den Gebirgsdienst. Die Auslieferung erfolgte 1925 und 1926, wobei 16 Lokomotiven (Bezeichnung EG 5 22 501 516) dem bayerischen Netz und 14 Lokomotiven (EG 581 Breslau bis EG 594 Breslau) dem schlesischen Netz zugeteilt wurden. Ab 1927 wurden sie in die Betriebsnummern E 91 01 16 bzw. E 91 81 94 umgezeichnet. Weitere vier Lokomotiven , die zwar noch mit bayerischen Betriebsnummern bestellt worden waren, wurden 1927 schon mit den neuen Nummern E 91 17 20 ausgeliefert.

Da die Lokomotiven für den Güterzug- sowie Steilstreckenbetrieb vorgesehen waren, die keine große Höchstgeschwindigkeiten erforderten, erfüllten die Maschinen die in sie gesetzten Erwartungen.

Die bayerischen Maschinen waren stets im süddeutschen Raum beheimatet (BW München Hbf, Regensburg, Rosenheim und Freilassing). Die schlesischen Maschinen waren anfangs im Bw Hirschberg beheimatet, 1933 wurde die E 91 89 bis E 91 91 zum Bw Ulm umgesetzt. Im Jahr 1943 kamen E 91 88 und E 91 94 nach Bayern, 1944 folgten ebenfalls E 91 82, 92 und 93.

Im Herbst 1945 wurden die verbliebenen E 91 83 bis E 91 87 in die Sowjetische Besatzungszone überführt und gelangten 1946 als Reparationsleistung in die UdSSR. Nach ihrer Rückkehr 1952/53 blieben sie abgestellt, wurden 1962 ausgemustert und 1965 verschrottet.

Von den süddeutsche Lokomotiven wurde 1934 die E 91 05 und 1944 die E 91 17 ausgemustert. Ab 1950 verblieben nach weiteren Ausmusterungen die 17 Lokomotiven E 91 01 - 03, 07 - 11, 13, 15, 16, 18, 20, 81, 88, 89 und 94 im Bestand der Deutschen Bundesbahn. Diese wurden zwischen 1958 und 1960 modernisiert, wobei die elektrische Ausrüstung erneuert wurde und die Führerstände verändert (Entfernen der Übergangseinrichtung und Fensterschirme, drittes Stirnfenster ergänzt) wurden. Mit der Einführung des neuen Baureihenschemas wurden die Maschinen zum 01. Januar 1968 in die Baureihe 191 umbenannt. In den letzten Betriebsjahren waren die Maschinen nicht nur in süddeutschen Bahnbetriebswerken, sondern auch im Ruhrgebiet (Bw Oberhausen) beheimatet. Wegen ihrer geringen Höchstgeschwindigkeit wurden sie vor allem im Rangierdienst eingesetzt. Die Ausmusterung erfolgte zwischen 1969 und 1975.

Quelle: Wikipedia