DB-Baureihe 119 (DRB-Baureihe E 19)

Technische Daten

05.08.1976 Nürnberg Hbf

05.08.1976 Nürnberg Hbf

Foto: Christoph Weinkopf

Nummerierung:
E 19 01 und E 19 02
E 19 11 und E 19 12
Stückzahlen: 4
Baujahre: 1938
Ausmusterung: 1975-1978
Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h
Dauerleistung:
3.720 kW (E 19.0)
3.460 kW (E 19.1)
Länge über Puffer: 16.920 mm
Dientstmasse: 110,7 t
Hersteller: AEG, Siemens, Henschel
Bauart: 1'Do1'

Geschichte

Die Maschinen der Baureihe E 19 waren die schnellste Elektrolokomotive der Deutschen Reichsbahn. Sie waren eine Weiterentwicklung der bewährten Baureihe E 18. Die Lokomotiven erreichten eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Da es aber bei der Deutsche Reichsbahn Pläne gab, Hochgeschwindigkeitszüge in naher Zukunft mit über 200 km/h zu befördern, waren die E 19 konstruktiv bis 225 km/h ausgelegt.

Je zwei Lokomotiven wurden bei AEG bzw. bei Siemens/Henschel gebaut.
E 19 01 und E 19 02: AEG
E 19 11 und E 19 12: Siemens/Henschel

Der Öffentlichkeit wurden die E 19 01 mit schwarzen Rahmen, weinroten Anstrich und weißen Zierstreifen gezeigt. Nach unfangreichen Erprobungsfahrten wurden alle vier E 19 1939/1940 in Dienst gestellt, aufgrund des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs wurden keine weiteren Maschinen gebaut.

Nach Kriegsende wurden alle vier Maschinen von der Deutschen Bundesbahn übernommen. Deren zukünftiges Haupteinsatzgebiet war die Frankenwaldrampe, wodurch Umbaumaßnahmen bei Getriebe und Motor erforderlich waren, um die Lokomotiven zugkräftiger zu machen. Die Höchstgeschwindigkeit wurde dadurch auf 140 km/h reduziert.
Die Lackierungen änderte sich von weinrot in grün-schwarz und später in blau-schwarz.

Die letzte E 19 (119 002-4) wurde am 26. Januar 1978 ausgemustert und letztendlich im Oktober 1987 verschrottet.

Zwei Lokomotiven sind in Museen erhalten, die geänderten Antriebskonfigurationen wurden nicht in den Originalzustand zurückgebaut.