DB-Baureihe 141 (E41)

Technische Daten

16.08.2000 Graben Neudorf

16.08.2000 Graben Neudorf

Foto: Wolfgang Schränkler

Nummerierung:
E41 001-435
141 001-451
Stückzahlen: 451
Baujahre:
1956-1971
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Dauerleistung: 2310 kW
Länge über Puffer: 15 620 mm
Dientstmasse:
141 001-226: 66,4 t
141 227-451: 72,5 t
Hersteller:
Henschel-Werke, Krauss-Maffei (mechanischer Teil)
AEG, BBC, Siemens (elektrischer Teil)
Bauart: Bo'Bo'

Geschichte

1950 beschloß die Deutsche Bundesbahn die Entwickung zweier Grundtypen von Elektrolokomotiven unter Berücksichtigung von standardisierten Bauteilen. Die beiden Projekte sollten auf Basis der Baureihe E94 (für sechsachsige Güterzuglok) sowie der Baureihe E44 (Mehrzwecklokomotive) entwickelt werden, wobei die Führerstände für eine sitzende Tätigkeit ausgelegt sein mußten.

Das die Entwicklung von nur zwei Typen von Elektolokomotiven für alle Leistungsanforderungen nicht ausreichend waren, konnte nach ersten Versuchen bestätig werden. Das darauffolgende Programm enthielt neben der Schnellfahrlok E 10 die Güterzuglok E 40, die Nahverkehrslok E 41 sowie die schwere Güterzuglok E 50.

Es wurden insgesamt 451 Lokomotiven der Baureihe E 41 (BR 141) beschafft, die im Nahverkehr sowie leichten Güterverkehr eingesetzt wurden. Alle waren mit Wendezugsteuerung ausgerüstet. Im Großraum Rhein-Ruhr sowie Nürnberg wurden einige sogar vor S-Bahnen eingesetzt, bewährten sich dort aber nicht besonders gut und wurden nach der Wende durch leicht modifizierte Maschinen der Baureihe 143 ersetzt.

Anfangs war die BR 141 nicht nur im Nahverkehr sondern auch auf Nebenstrecken vor Güterzügen eingespannt. Einige Lokomotiven der Erstserie bekamen sogar eine fernverkehrsblaue Lackierung verpasst und wurden vor Schnellzügen eingesetzt, dieses Einsatzfeld aber Ende der 1950er Jahre endete, da die DB die Höchstgeschwindigkeit der D-Züge auf 140 km/h erhöhte.

Neben der BR 143, die nach der deutschen Wiedervereinigung vermehrt eingesetzt wurde, verdrängten auch Triebwägen der BR 425 immer mehr die BR 141 aus deren Einsatzgebieten. Ende 2000 waren von ehemals 451 gebauten Maschinen noch 280 Stück im aktiven Dienst der Deutschen Bahn. Ende 2005 waren es gerade mal noch fünf Exemplare, verteilt auf die Standorte Frankfurt (141 400, 401, 402 sowie 439) und Braunschweig (141 083). Nachdem der letzte Braunschweiger "Knallfrosch" (141 083) zum Februar 2006 abgestellt wurde, wurde Frankfurt/Main das Auslauf-Bw der Baureihe 141. Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2006 stellte die Main-Weser-Regionalbahn schließlich auf Triebwägen um und die BR 141 verlor somit ihr letztes Einsatzgebiet. Die 141 400, 402 und 439 wurden schließlich nach sechsmonatiger Abstellung am Bw Frankfurt/Main zur Verschrottung nach Opladen überführt.








Farbschema

Es gab eigentlich kein Farbschema, in das die Baureihe 141 nicht lackiert wurde. Die ersten Maschinen wurden aufgrund ihrer damaligen Klassifizierung als Schnellzuglok in blau lackiert. Nachdem die Höchstgeschwindigkeit für die D-Züge auf 140 km/h angehoben wurde, war diese Baureihe nun das Ziehen von Personen- und Güterzügen vorgesehen. Die Lackierung änderte sich somit in chromoxydgrün. Ab 1974 folgte die ozeanblaue-beige Variante, die ab 1987 in orientrot geändert wurde. Es folgte schließlich eine verkehrsrote Lackierung, was dem aktuellen Farbschema entspricht.

Da diese Baureihe auch bei der S-Bahn in Nürnberg eingesetzt wurden, erhielten diese 141er 1987 die damals typische S-Bahnfarben der Deutschen Bahn, orange-kieselgrau.

Quelle: Wikipedia