DB-Baureihe 139, 140 (E40)

Technische Daten

07.08.1980 Bf Neuwied

07.08.1980 Bf Neuwied

Foto: Sammlung Michael Kirchner

Nummerierung:
E 40 / 140 001 - 879

E 40.11: 31 Exemplare mit E-Bremse:
E 40 1131 - 1137
E 40 1163 - 1166
E 40 1309 - 1316
E 40 1552 - 1563
aus E 40-Nummern herausgenommen, ab 1968 als EDV-Baureihe 139 bezeichnet; dazu kamen später weitere achtzehn 139 durch Umbau aus der Baureihe 110

Stückzahlen: 879
Baujahre:
1957 - 1973
BR 139: 1959/60, 1964/65
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h, später 110 km/h
Dauerleistung:
3.700 kW (allg.)
3.600 kW (E-Bremse)
Länge über Puffer: 16.490 mm
Dientstmasse: 83,0 t
Hersteller:
Krupp, Henschel-Werke, Krauss-Maffei (mechanischer Teil)
Siemens, BBC, AEG (elektrischer Teil)
Bauart: Bo'Bo'

Geschichte

1950 beschloß die Deutsche Bundesbahn die Entwickung zweier Grundtypen von Elektrolokomotiven unter Berücksichtigung von standardisierten Bauteilen. Die beiden Projekte sollten auf Basis der Baureihe E94 (für sechsachsige Güterzuglok) sowie der Baureihe E44 (Mehrzwecklokomotive) entwickelt werden, wobei die Führerstände für eine sitzende Tätigkeit ausgelegt sein mußten.

Das die Entwicklung von nur zwei Typen von Elektolokomotiven für alle Leistungsanforderungen nicht ausreichend waren, konnte nach ersten Versuchen bestätig werden. Das darauffolgende Programm enthielt neben der Schnellfahrlok E 10 die Güterzuglok E 40, die Nahverkehrslok E 41 sowie die schwere Güterzuglok E 50.

Die Baureihe E 40 (ab 1968: BR 140) ist eigentlich aus technischer Sicht eine E 10.1, nur ohne elektrischer Bremse und auf dem Einsatzbereich angepaßter Getriebeübersetzung. Optische Unterschiede waren eine andere Dachhaube sowie weniger Lüftungsgitterroste. Die E 40 ist mit der stolzen Stücklzahl von 879 Exemplaren die meistgebaute Lokomotive im Einheitslokprogramm der DB. Alle Maschinen wurden gemäß dem damals gültigen Farbschema in chromoxydgrüner Lackierung ausgeliefert. Es folgten ozeanblau-beige, orientrote mit weißen Lätzchen sowie verkehrsrote Anstriche. Über die Zeit haben sich aber alle Lackierungsvarianten gehalten. Einige aus der Baureihe 110 umgebaute 139er waren sogar in deren blauen Ursprungslackierung unterwegs.

2006 wurden aufgrund des steigenden Güterverkehraufkommens eine geringe Anzahl von Loks der Baureihe 140 reaktivert. Diese Loks dürfen weitere acht Jahre laufen und können bis in das Jahr 2014 eingesetzt werden. Die Weltwirtschaftskrise führte aufgrund des Rückgangs des Güterverkehrs aber zur vermehrten Abstellung, wobei die Maschinen mit kleineren Mängeln konserviert und nicht ausgemustert wurden, so das diese beim Anziehen der Wirtschaft wieder kurzfristig eingesetzt werden können.



Baureihe E 40.11/139

Ab 1959 wurden 31 Lokomotiven der Baureihe E 40 für den Einsatz auf Steilstrecken mit einer Gleichstrom-Widerstandsbremse ausgestattet. Davon wurden auch zwölf Loks für den Wendezugbetrieb nachgerüstet. Diese umgebauten Lokomotiven erhielten die Baureihenbezeichnung E 40.11, ab 1968 Baureihe 139.

Die Ordnungsnummer 139 134 wurde 1985 in die 110 511 umgebaut. Um den gestiegenden Bedarf an steilstreckentauglichen Güterzuglokomotiven zu decken, wurden zwischen 1993 und 1995 Loks der Baureihe 110 unter Verwendung von Drehgestellen ausgemusterter 140er zu 139er (122, 139, 145, 157, 172, 177, 213, 214, 222, 246, 250, 255, 260, 262, 264, 283, 285 sowie 287) umgebaut. Die 139 563 wurde nach einen Unfall 1994 ausgemustert.

Die ersten planmäßigen Ausmusterungen erfolgten 2004. Im September 2009 waren noch acht Lokomotiven im Einsatz.

Quelle: Wikipedia

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