DB-Baureihe 110,112,113,114,115 (E 10)

Technische Daten

17.05.1980 Heilbronn Hbf

17.05.1980 Heilbronn Hbf

Foto: Wolfgang Schränkler

Nummerierung:
E 10 Vorserie 001 - 005
E 10 / 110: 101 - 287
E 10.3 / 110: 288 - 510 (mit Bügelfalten-Front)
110 511: Umbau aus 139 134 (1985)
E 10.12: 31 Exemplare, aus E 10-Nummern (ab 265) herausgenommen, später 112 xxx, seit 1991 113 xxx und 114 xxx (musste der DR-Baureihe 112 weichen)
114: spätere Rücknummerierung in 110 485 - 110 504
Stückzahlen:
E10.0 (Vorserie): 5 Stück
E10: 379 Stk
E10.12: 31 Stk
Umbau aus 139: 1 Stück
Baujahre: 1956 - 1969
Ausmusterung: seit 2000 (zunächst überwiegend 110.1 und nicht wendezugfähige 110.3)
Höchstgeschwindigkeit: 150, später 140 km/h
Leistung:
3700 kW
Länge über Puffer: 16.490 mm
Dientstmasse: 84,6 t
Hersteller:
Mechanischer Teil: Krupp, Henschel-Werke, Krauss-Maffei
Elektrischer Teil: Siemens, BBC, AEG
Bauart: Bo Bo

Geschichte

Die Baureihe E 10 ist eine für den Schnellzugverkehr entwickelte Einheitslokomotive und wurde ab 1952 eingesetzt. 1968 erhielt sie die Bezeichnung Baureihe 110. Lange Jahre spielte diese Lokomotive eine wichtige Rolle im deutschen Schnell- und Regionalverkehr. Zwischen 1975 und 1979 wurden die fünf Vorserien-Lokomotiven ausgemustert, die E 10 002 und E 10 005 können aber aktuell noch in Museen besichtigt werden. Ursprünglich wurden die E 10 in kobaltblauer Fernzuglackierung ausgeliefert. Aufgrund des neuen Farbschemas wurden zahlreiche Lokomotiven 1974 in ozeanblau-beigen umlackiert, 1987 erfolgte die orientrote und 1997 die verkehrsrote Umlackierung.

Baureihe 113

(1991 bis heute)
Bei den elf Lokomotiven der ersten beiden Serien der Baureihe 112 zeigte sich ab 1991 erste Materialermüdungserscheinungen. Mehrfach brachen im Betrieb die Großzahnräder am Drehgestell und richteten schwere Schäden am Motor und Getriebe an. Durch die schweren und schnellen Einsätze waren diese Maschinen abgewirtschaftet. Eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf 120 km/h war die Notmaßnahme. Des weiteren wurden die Lokomotiven im Eilzugdienst rund um München eingesetzt. Zu diesem Zeitpunkt waren die Maschinen bereits als Baureihe 113 eingeordnet, um der DR-Baureihe 212 Platz im neuen, gesamtdeutschen Nummernschema zu machen.

Seit Mitte der 1990er Jahre, nachdem die Drehgestelle wieder aufgearbeitet wurden, dürfen die Lokomotiven wieder mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h gefahren werden. Da die Baureihe 113 als Splitterbauart betrachtet wird, ist es das vorrangige Ziel der Deutschen Bahn, diese abzustellen.

Wenige dieser Lokomotiven stehen auch 2008 noch im Dienst der Deutschen Bahn und fahren Einsätze für DB Regio und DB AutoZug.

Baureihe 114

(1988 bis 1995)
Bei 20 Lokomotiven der Baureihe 112 (112 485 bis 504) wurde ab 1985 die Höchstgeschwindigkeit aufgrund starkem Verschleißes auf 140 km/h begrenzt. 1988 wurden diese zwecks besserer Unterscheidung zu den Maschinen der Baureihe 112, die weiterhin noch 160 km/h fahren durften, in die Baureihe 114 umgezeichnet. Da trotz der Geschwindigkeitsreduzierung weiterhin Auffälligkeiten im Bereich der Drehgestelle auftraten wurde die Höchstgeschwindigkeit weiter auf 120 km/h gedrosselt. Kurz darauf wurde die Baureihe 114 schließlich ganz abgestellt und ab 1993 mit Drehgestellen von Lokomotiven der Baureihe 110 zur 110.3 umgebaut und als 110 485 bis 504 wieder in den Bestand aufgenommen.

Baureihe 115

Seit 2005 wurden über 30 Maschinen der Baureihe 110 und 113 von DB Regio an DB AutoZug abgegeben. Die betroffenen 110er wurden nach und nach in die neue Baureihenbezeichnung 115 umbenannt und wurden nach Berlin-Rummelsburg umstationiert.

Bilder verfügbar