DBAG-BR 311/312.0 (DR 101/102.0,V15/V23)

Technische Daten

Nummerierung:
DR-Baureihe V 15, V 23
DR-Baureihe 101, 102.0
DBAG-Baureihe 311, 312.0
Baujahre:
1958 1976
Ausmusterung: ab 1992
Höchstgeschwindigkeit:
V 15: 35 km/h,
V 23: 42 km/h
Installierte Leistung:
Serie: 110-162 kW (150 220 PS)
Länge über Puffer: 6.940 mm
Dientstmasse: 20,0 24,0 t
Hersteller: VEB Lokomotivbau "Karl Marx" Babelsberg
Bauart: B

Geschichte

Die DR-Baureihe V 15 (ab 1970: Baureihe 101) wurde für den leichten Rangierdienst bei der Deutschen Reichsbahn entwickelt. Diese Maschinen sollten die zum Rangieren verwendeten alten Kleinloks sowie Dampflokomotiven ablösen. 1956 wurde vom LKM Babelsberg die V 10 B vorgestellt. Diese Lokomotive entsprach aber nicht ganz den Vorstellungen der DR, die daraufhin Veränderungen forderte. 1958 wurde dann eine weitere Baumusterlokomotive (V 15 101) zur Erprobung an die DR ausgeliefert. Nach der Erprobungsphase wurde die Lokomotive wegen der niedrigen Rahmenbauweise und dem tiefliegenden Führerstand (ähnlich der Kö II) von der DR nicht übernommen und an das Institut für Schienenfahrzeuge (IfS) verkauft. Die dort gewonnenen Erfahrungen wurden 1959/60 bei der Produktion der Nullserie (V 15 1001 bis 1005) sowie der ersten Kleinserie (V 15 1006 bis 1020) umgesetzt. Weitere Serien folgten ab 1960 mit einem 132 kW-Motor und wurden als Unterbaureihe V 15.20-21 eingereiht.

Diese Lokomotiven wurden auch als V 18 an Industriebetriebe ausgeliefert.

Die Maschinen waren der volle Erfolg und bewährten sich allesamt sehr gut, sie wurden bis 1966 in verschiedenen Baulosen produziert.

1966 stellte die LKM Babelsberg die Weiterentwicklung mit der Werksbezeichnung V 22 B vor, die 1967 zuerst an die Industriebetriebe ausgeliefert wurde. 1968 erhielt schließlich auch die DR die ersten Lokomotiven, die dort als V 23 eingeordnet wurden. Bis 1970 wurden von der DR insgesamt 80 Maschinen direkt bei der LKM Babelsberg bezogen. Um ihren tatsächlichen Bedarf aber decken zu können, wurde auch eine unbekannte Anzahl von Lokomotiven bei den Industriebetrieben aufgekauft. Diese Baureihe erhielt 1970 mit Einführung des EDV-Nummernschemas die Baureihenbezeichnung 102.0. Ab 1970 erfolgten keine weiteren Beschaffungen bei der LKM Babelsberg, da bereits die neu entwickelte Baureihe 102.1 zur Verfügung stand. Für die Industrie wurde aber diese Bauart noch bis 1976 produziert.

Ab 1975 wurden im RAW Halle/Sa die V 15 umgebaut, die modifizierten Lokomotiven wurden in die Unterbaureihe V 23.0 bzw. 101.5-7 eingereiht. Die alten Betriebsnummern wurden dabei aber nicht berücksichtigt, die Nummernvergabe erfolgte in der Reihenfolge des Umbaus.

Bei der DB AG wurden die Baureihe 101 als Baureihe 311 und die Baureihe 102 als Baureihe 312 eingereiht.

Quelle: Wikipedia