DBAG-Baureihe 228 (DR 118, V180)

Technische Daten

26.09.2009 in Staßfurt

26.09.2009 in Staßfurt

Foto: Ralph Mildner

Nummerierung:
V 180 001 087, V 180 101 182, V 180 201 399
DR 118 003 087, DR 118 505 587, DR 118 201 406,
DR 118 505 587, DR 118 601 806
DB 228 101-182, DB 228 203-390, DB 228 505-586,
DB 228 601-806
Stückzahlen: 375
Baujahre: 1960-1966 und 1966-1970
Ausmusterung: bis 1995
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Leistung: 2x 900 / 2x 1000 / 2x 1200 / 2x 1500 PS
Länge über Puffer: 19.460 mm
Dientstmasse: 78,0 t - 95,0 t
Hersteller: VEB Lokomotivbau "Karl Marx", Babelsberg
Bauart: B B (1960-1966) und C"C" (1966-1970)

Geschichte

Die Lokomotive V 180 wurde entwickelt, um bei der Deutschen Reichsbahn der DDR die Dampflokomotiven der Baureihe 8, 38, 55, 56, 58 und 78 durch Diesellokomotiven zu ersetzen.

1959 wurden die zwei Vorserienlokomotiven V 180 001 und 002 (Achsfolge B B ) fertiggestellt und nach Erprobung nicht von der Deutschen Reichsbahn übernommen. Um 1960 wurden diese schließlich im Werk verschrottet. Zwei weitere Vorserienlokomotiven wurden 1962 zwecks neuer Erprobungsfahrten produziert. Diese wurden von der DR akzeptiert und es folgte von 1963-1965 eine Kleinserie von fünf Lokomotiven sowie die Serienproduktion bis zur Ordnungsnummer V 180 087. Es gab auch eine Entwicklung für den Einsatz dieser Baureihe auf Nebenstrecken mit einer Achsfolge C C (V 180 201, Fertigstellung 1964). Bis 1970 folgten weitere 205 Lokomotiven, wobei die letzen schon unter der neuen Baureihennummer 118 ausgeliefert wurden.

Bis zur Lieferung der sowjetischen Großdiesellokomotive (Baureihe 232) wurde die V 180 überwiegend im Schnellzugverkehr eingesetzt. Dazu gehörte auch der Transitverkehr von West-Berlin in die Bundesrepublik. Regelmäßig wurde sie auch vor schweren Schnellzügen, im Ersatz für die BR 01, 01.5, 03 und 03.10 eingesetzt, für die sie eigentlich nicht konstruiert war.

Die Serie 118.2-4 (nach Umbau 118.6-8) konnte universell eingesetzt werden, da sie aufgrund ihrer geringen Achslast von 15 t auch auf Nebenstrecken fahren konnte. Auch war diese Unterbaureihe für Steilstrecken zugelassen, deren Einsätze dafür aber nach der Übernahme durch die DB endeten. Die Fahrzeuge wurden ausschließlich vor Reisezüge eingesetzt, die eine elektrische Zugheizung benötigten. Da die Maschinen nur eine ältere Dampfheizung hatten sowie der Wegfall des Verkehrs auf vielen Steilstrecken machten die Baureihe 228 entbehrlich. Die letzten Exemplare wurden 1995 aus dem Betriebsdienst der Deutschen Bahn genommen.

Einige Lokomotiven erhielten 2005 ein neues Einsatzgebiet. Da bei anderen Baureihen immer wieder Schwierigkeiten aufgetreten sind, wurden sie bei der Mitteldeutschen Eisenbahn (MEG) auf den Strecken um Saalfeld/Saale und Bad Lobenstein eingesetzt. Auch einige andere private Bahnen haben diese robuste Baureihe noch im Einsatz.

Unterbaureihen

118.0 vierachsige Ausführung, 2 900 PS
118.1 vierachsige Ausführung, 2 1000 PS
118.2-4 sechsachsige Ausführung, 2 1000 PS
118.5 vierachsige Ausführung, umgebaut aus 118.0, 2 1000 PS
118.6-8 sechsachsige Ausführung, umgebaut aus 118.2-4, 2 1200 PS
V 240 001 sechsachsige Ausführung (Prototyp), 2 1200 PS; umgezeichnet in 118 202,
118 124 vierachsige Ausführung, 2 1500 PS