DB-Baureihe 360-365 (DB V 60, 260,261)

Technische Daten

30.03.1989 Bw Hof

30.03.1989 Bw Hof

Foto: Norman Künemund

Nummerierung: V 60 001 1241, mit Lücken
Stückzahlen: 942, davon 319 schwere Bauart
Baujahre: 1956 1964
Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
Leistung: 480 kW
Länge über Puffer: 10.450 mm
Dientstmasse: 48,3 49,5; 53,0 t
Hersteller: Mak: 382; Krupp: 252; Henschel: 151; Krauss-Maffei: 51; Jung: 40; Esslingen: 36; Klöckner-Humboldt-Deutz: 27; Gmeinder: 3
Bauart: C

Geschichte

Da bei der Deutschen Bundesbahn ein Mangel an kleinen Rangierlokomotiven bestand, wurde ab 1951 diese Dieselrangierlokomotive entwickelt. Bezeichnung dieser neuen Baureihe war zunächst V 60. Unmittelbar nach Auslieferung der Vorserienloks V 60 001 004 (1955) wurden auch die ersten Serienloks in Auftrag gegeben.

Einige Lokomotiven erhielten durch einen verstärkten Rahmen ein höheres Reibungsgewicht von 53t , für den schweren Dienst konnten diese dann sogar noch mit bis zu 6 Tonnen Ballast weiter beschwert werden. Die Baureihenbezeichnung dieser Variante war ebenfalls V 60.

Ab 1968 wurden alle Lokomotiven der Deutschen Bahn auf computerlesbare Nummer umbenannt. Die V 60 wurde hier dann schließlich aufgeteilt in die Baureihen 260 (leichte Ausführung) und 261 (schwere Ausführung).

Das Einsatzgebiet dieser Lokomotive war nicht nur der Rangierdienst, sondern auch das Ziehen von leichten Güter- und Personenzügen sowie Arbeitszügen.

Um Personalkosten zu sparen wurde die Baureihe 1987 als Kleinlok eingestuft und trägt seither die Baureihenbezeichnung 360 (leichte Bauart) bzw. 361 (schwere Bauart). Die Bahn konnte nun anstelle von Lokführern nun Kleinlokbediener einsetzen, deren Ausbildung günstiger war.

Durch den Einbau von Funkfernsteuerungen konnten Einmann-Rangierfahren durchgeführt werden. Die komplett ferngesteuerten Lokomotiven wurden in Baureihe 364 (leichte Bauart) bzw. 365 (schwere Bauart) umbenannt.

Teilweise wurden ab 1997 bei den funkferngesteuerten Lokomotiven die alten Motoren durch leistungsstärkere Aggregate ersetzt. Diese Loks bekamen die Bezeichnungen 362 (leichte Bauart) bzw. 363 (schwere Bauart).

Von den 942 ausgelieferten Lokomotiven sind immer noch viele aktiv. Zwar wurden die Loks ohne Funkfernsteuerung Schritt für Schritt bis Anfang 2003 ausgemustert, von den Fernsteuerloks waren jedoch 2004 noch etwa 400 Stück bei der Deutschen Bahn im Einsatz. In den letzen Jahren sind aber davon auch einige an Privat- und Werksbahnen im In- und Ausland sowie Staatsbahnen verkauft worden.

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