DB-Baureihe 331/332/333/335 (Köf III)

Technische Daten

12.08.1989 Buchloe

12.08.1989 Buchloe

Foto: Olaf Wrede

Nummerierung:
Köf 10 001-003
331 001 003

Köf 11 001-317
332 002, 005 062
332 064-210, 212-317
332 601, 602
332 701, 702, 801, 901, 902

Köf 12 001
333 001-251
333 525-716
335 004-251
Stückzahlen:
331:3
332:317
333/335:251
Baujahre: 1959 1965
Höchstgeschwindigkeit: 45 km/h
Leistung: 177 kW
Länge über Puffer: 7.830 mm
Dientstmasse: 22 t
Hersteller: Gmeinder, Jung, Orenstein & Koppel, Windhoff
Bauart: B

Geschichte

Von der Deutschen Reichsbahn wurden bereits Kleinloks der Leistungsgruppe I (bis 28,7 kW) sowie II (bis 110 kW) beschafft. Diese waren auf kleinen und mittelgroßen Bahnhöfen stationiert und bewältigten dort die Rangieraufgaben. Dadurch konnten die Wartezeiten der Güterzüge erheblich reduziert werden, da deren Zuglokomotiven nicht mehr abgekoppelt und den Rangierdienst selbst übernehmen mußten.

In den 1950er Jahren wurden die zu rangierenden Zugteile immer schwerer, so dass die Kleinloks der Leistungsgruppe II damit überlastet waren. Aus wirtschaftlichen Gründen schied aber die Benutzung einer "echten" Rangierlok aus. Diese war in der Anschaffung und Unterhalt sehr viel teurer. Auch bei den Personalkosten waren die Kleinloks nicht zu unterbieten, hier mußten keine Triebfahrzeugführer sondern nur geringer qualifizierte Kleinlokbediener eingesetzt werden. Ende der 1950er Jahren entwickelte die DB gemeinsam mit dem Lokhersteller Gmeinder eine Maschine der Leistungsgruppe III (max. 184 kW) um so die Lücke zwischen den Kleinloks und der V 60 zu schließen. Ab 1959 wurden zur Erprobung acht Prototypen mit der Bezeichnung Köf 10 und Köf 11 geliefert, die sich in der Motorisierung und der Getriebearten unterschieden.

Bei der Serienproduktion der Köf 11 entschied man sich für einen Motor mit einer Nennleistung von 177 kW sowie einem hydraulischen Wendegetriebe, wobei die Kraftübertragung auf die Räder über Rollenketten erfolgte. Es wurden 312 Lokomotiven nach diesen Parametern produziert. 1968 erhielten diese Köf 11 zusammen mit den fünf Prototypen die Baureihenbezeichnung 332.

Die drei Prototypen der langsameren Köf 10 erhielten die Baureihenbezeichnung 331. In den 1980er Jahren wurde deren Höchstgeschwindigkeit (45 km/h) an die der BR 332 angepaßt. Die 331 001 und 002 erhielten 1992 die Ordnungsnummer 332 601 und 602.

Auch die Köf 11 001, 003, 004, 063 und 211 wurden versuchsweise umgebaut und erhielten neue Motor- und Getriebevarianten. Ab 1968 wurden diese unter den Ordnungsnummern 332 701, 801, 702, 901 und 902 geführt.

1965 wurde von Gmeinder die Köf 12 als Weiterentwicklung der Köf 11 vorgestellt. Hier erfolgte die Kraftübertragung nicht über Ketten sondern über Gelenkwellen und zusätzliche Achsgetriebe. Von dieser Köf 12 wurden 250 Maschinen an die Deutsche Bahn ausgeliefert, die ab 1968 die Baureihenbezeichnung 333 erhielten. Ab Nummer 102 wurde ein verbesserter Kühler eingebaut, der das optische Erscheinungsbild etwas veränderte.

Ab 1984 wurden die Lokomotiven 333 108, 114 und 138 mit Funkfernsteuerungen ausgerüstet und ausgiebig getestet. 1988 begann man mit der serienmäßigen Umrüstung von Loks der Baureihe 333, die dann fortan als Baureihe 335 geführt wurden.

Baureihe 332 erhielten keine Fernsteuerung und keine Modernisierung, sie wurde ab Mitte der 1990er Jahre verstärkt ausgemustert.

Ab 2001 wurde bei 24 Lokomotiven aufgrund sinkenden Bedarfs die Funksteuerung wieder ausgebaut, diese wurden wieder als BR 333 eingereiht bei gleichzeitiger Erhöhung der Ordnungsnummer 500. So wurde zum Beispiel eine 333 025 zur 333 525.