DRG/DB/DR Kö I / DB 311 / DR 100.0 / DR V 16

Geschichte

Kleinlokomotiven der Leistungsgruppe I waren Kleinlokomotiven mit geringer Masse sowie geringer Antriebsleistung (bis 40 PS) und wurden für leichte Rangieraufgaben auf kleinen Bahnhöfen eingesetzt. Ab 1930 erfolgte die Indienststellung bei der Deutschen Reichsbahn.

Im Zweiten Weltkrieg wurden zwischen 1942 und 1945 viele Lokomotiven auf Antrieb mit Flüssiggas umgerüstet und erhielten daraufhin die Bezeichnung Kb. Nach Kriegsende wurden die Lokomotiven jedoch bald wieder auf Dieselbetrieb umgerüstet.

Die Maschinen gingen sowohl in den Bestand der DB als auch der DR der DDR über.

Bei der Deutsche Bundesbahn wurden die Kleinlokomotiven der Firmenbauarten sowie der Einheitsbauart 1934 bis 1963 ausgemustert. Die restlichen Maschinen wurden von 1954 bis 1962 mit stärkeren 50 PS Motoren ausgerüstet. Auch das Nummernschema wurde abgeändert, Lokomotiven mit einer Leistung bis 50 PS wurden nun in die Leistungsgruppe I eingeordnet.

In den folgenden Jahren erfolgte jedoch eine Verdrängung der Leistungsgruppe I durch Leistungsgruppen II und III. Zudem ging auch der Stückgutverkehr zurück, so dass die meisten Lokomotiven bei der DB in den 1960er und 1970er Jahren ausgemustert wurden. Mit Einführung der neuen Baureihenbezeichnung am 01.01.1968 wurden noch 54 Lokomotiven (aus Kö 185 bis 281) in Baureihe 311 umgezeichnet.

Bei der Deutschen Reichsbahn der DDR wurde der Versuch unternommen einen einheitlichen Motorentyp einzusetzen. Des Weiteren gab es aber nur geringfügige Umbauten. In den 70er Jahren wurden die meisten Maschinen ebenfalls ausgemustert.