DB-Baureihe 280 (V 80)

Technische Daten

17.08.1985 in Neunkirchen a. S.

17.08.1985 in Neunkirchen a. S.

Foto: Werner & Hansjörg Brutzer

Nummerierung:
V 80 001 - 010, ab 1968 280 001-010
Stückzahlen: 10
Baujahre: 1952
Ausmusterung: 1976-1978
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
InstallierteLeistung: 810 kW
Länge über Puffer: 12.800 mm (Vorserie), 18.530 mm
Dientstmasse: 58,0 t
Hersteller: Krauss-Maffei, MaK
Bauart: B B

Geschichte

Von der Baureihe V 200 wurden in den Jahren 1953/1954 fünf Vorserien-Lokomotiven bei Krauss-Maffei produziert. Nach erfolgreicher Testphase wurden ab 1956 die Serienproduktion gestartet, wobei 20 Lokomotiven bon MaK und weitere 61 Maschinen von Krauss-Maffei gebaut wurden. Optische Unterschiede zur Vorserie waren zusätzliche Lufteinlassgitter über den ebenfalls geänderten Lampen (oval).

Auf allen wichtigen Hauptstrecken wurden Schnellzüge von der V 200 (ab 1968 Baureihe 220) gezogen. Die fortschreitende Elektrifizierung verdrängte die Maschine aber immer mehr in den Nah- und Güterverkehr.

Da es im Betrieb der V 200.0 aufgrund von Überbeanspruchung häufig zu Probleme kam, wurde ab 1962 eine stärkere Variante, die V 200.1 (später Baureihe 221) in den Dienst gestellt.

Ab 1977 wurden die Lokomotiven in norddeutschen Bahnbetriebswerken zusammengezogen. Der erhöhte Wartungsaufwand der zweimotorigen Maschinen sowie keine elektrische Zugheizung veranlassten die Deutsche Bahn zur Ausmusterung dieser Baureihe. 1984 wurde die letzte V200 013 außer Dienst gestellt und somit stand keine V 200 länger als 30 Jahre im Fahrdienst der DB.

Verkäufe ins Ausland

Die Baureihe V 80 (ab 1968: Baureihe 280) war der erste, neu entwickelten Dieselloktyp der Deutschen Bundesbahn für den Streckendienst. Sie wurde Anfang der 1950er Jahre in einer Stückzahl von nur 10 Exemplaren gebaut, bildete jedoch die Grundlage aller weiteren Entwicklungen der DB auf diesem Sektor.

Die Lokomotiven waren zunächst in den Bahnbetriebswerke Frankfurt/Main und Bamberg stationiert. In Frankfurt (Main) kamen sie im Vorortverkehr Frankfurt (Main) Hbf Bad Homburg bzw. nach Kronberg zum Einsatz und bedienten auch Eilzüge zwischen Frankfurt (Main) und Köln. Die Bamberger Maschinen wurden im Nürnberger Vorortverkehr sowie auf diversen Nebenbahnen rund um Bamberg eingesetzt. Ab 1963 wurden alle Maschinen in Bamberg stationiert und übernahmen Personen- und Güterzugleistungen auf vielen Nebenstrecken in Nordbayern.

Durch das Nebenbahnsterben in den 1970er Jahren stellte die DB zwischen 1976 und 1978 die Baureihe 280 ab. Die Züge konnten nun auch durch die ausreichend zur Verfügung stehenden Lokomotiven der vergleichbaren Baureihe V 100 bedient werden.