DB-Baureihe 251 (V 51)

Technische Daten

19.06.1982 in Warthausen

19.06.1982 in Warthausen

Foto: Sammlung Peter Wittmann

Nummerierung:
V 51 901 903
ab 1968: 251 901 903
Stückzahlen: 3
Baujahre: 1964
Ausmusterung:
V 51 901: 23.Februar 1971
V 51 902: 31. März 1983
V 51 903: 31.März 1983
Höchstgeschwindigkeit: 40 km/h
Installierte Leistung: 2 198 kW
Länge über Puffer: 9.810 mm
Dientstmasse: 39,00 t
Hersteller: Gmeinder & Co.
Bauart: B'B' dh

Geschichte

Die Baureihe V 51 (ab 1968: Baureihe 251) sind Schmalspur-Diesellokomotiven der Deutsche Bundesbahn. Die der Baureihe V 100 äußerlich ähnlichen V 51 sollten den Betrieb mit den völlig überalterten Dampfloks auf den verbliebenen drei 750 mm-Schmalspurstrecken in Baden-Württemberg rationalisieren.

Gefordert wurde von der Deutschen Bundesbahn eine zugstarke Lokomotive mit nicht zu hoher Achslast, die sowohl zum Einsatz vor Personen- als auch Güterzügen selbst auf kleineren Gleisradien geeignet sein sollte. Dabei wurde weniger Wert auf hohe Geschwindigkeit als auf robuste und wartungsfreundliche Konstruktion gelegt. Aufgrund der Zuschüsse des Landes kam für den Auftrag nur eine Firma innerhalb Baden-Württembergs in Betracht.

Im Jahre 1963 nahm die Deutsche Bundesbahn den stark an die Baureihe V 100 erinnernden Entwurf von Gmeinder & Co. an, woraufhin die bekannte Mosbacher Lokomotivfabrik von MaK eine entsprechende Lizenz zum Bau der neuen Schmalspur-Diesellokomotiven für Baden Württemberg erhielt. Der Bau der Lokomotiven verlief problemlos, und Gmeinder & Co. lieferte im Jahre 1964 insgesamt drei Diesellokomotiven der Baureihe V 51 für die Spurweite 750 mm an die DB.

Die drei Diesellokomotiven für 750-mm-Spurweite wurden 1964 unmittelbar nach der Auslieferung an die entsprechenden Schmalspurbahnen verteilt: Jeweils eine Maschine kam zur Federseebahn (V 51 901), eine zur Schmalspurbahn Warthausen-Ochsenhausen-Biberach (V 51 902) und eine zur Bottwartalbahn (V 51 903), wo sie die überalterten Dampflokomotiven ersetzten.

Alle drei Lokomotiven erwiesen sich von Anfang an als gelungene Konstruktionen und bewährten sich in jeder Hinsicht. Allerdings konnten auch diese damals modernsten schmalspurigen Diesellokomotiven der Welt den Niedergang der entsprechenden Schmalspurbahnen letzten Endes nicht verhindern, da es trotz aller Rationalisierung nicht mehr gelang, auf allen drei Schmalspurbahnen wieder einen wirtschaftlich rentablen Betrieb herzustellen, nur die Bottwartalbahn konnte ein weiterhin beachtliches Fahrgastaufkommen vorweisen. So hielt der Einsatz der V 51 bei der Deutschen Bundesbahn nicht auf allen drei württembergischen 750-mm-Schmalspurbahnen lange an.

Als noch im selben Jahr (1964) die Federseebahn stillgelegt wurde, unterstützte die dort stationierte V 51 901 den Abbau der Strecke und kam danach für dieselbe Aufgabe zur Bottwartalbahn, die trotz eines großen Fahrgastaufkommens (vor allem im Berufsverkehr) stillgelegt wurde. Am 1. Januar 1968 wurden die Maschinen nach dem neuen Baureihenschema der DB mit computerlesbaren Fahrzeugnummern als Baureihe 251 bezeichnet.

Im Jahre 1970 kamen beide Lokomotiven der Bottwartalbahn als Ersatz für die Dampflokomotiven zum Öchsle, die zu diesem Zeitpunkt noch einen erheblichen Güterverkehr aufwies.

Allerdings waren die drei Lokomotiven dieser Baureihe auf dieser nunmehr etwas verkürzten Strecke nicht voll ausgelastet, so dass die 251 901 1971 nach Österreich an die Steiermärkische Landesbahnen (StLB) verkauft und dort auf 760-mm (Bosnische Spur) umgespurt wurde. Die nunmehr auf der Strecke von Warthausen nach Ochsenhausen (Öchsle) vorhandenen beiden anderen Dieselloks 251 902 und 251 903 blieben bis zur Stilllegung der Strecke am 31. März 1983 vor den dortigen Güterzügen im Einsatz.

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