DB-Baureihe 220 (V 200)

Technische Daten

1970er Jahre in Osnabrück

1970er Jahre in Osnabrück

Foto: Rolf Wiemann

Nummerierung:
V200 001-086, ab 1968 220 001-086
Stückzahlen: 86
Baujahre: 1953; 1956 - 1958
Ausmusterung: 1984
Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h
Leistung: 1618 kW
Länge über Puffer: 18.470 mm (Vorserie), 18.530 mm
Dientstmasse: ca 80 t
Hersteller: Krauss-Maffei, MaK
Bauart: B B

Geschichte

Von der Baureihe V 200 wurden in den Jahren 1953/1954 fünf Vorserien-Lokomotiven bei Krauss-Maffei produziert. Nach erfolgreicher Testphase wurden ab 1956 die Serienproduktion gestartet, wobei 20 Lokomotiven bon MaK und weitere 61 Maschinen von Krauss-Maffei gebaut wurden. Optische Unterschiede zur Vorserie waren zusätzliche Lufteinlassgitter über den ebenfalls geänderten Lampen (oval).

Auf allen wichtigen Hauptstrecken wurden Schnellzüge von der V 200 (ab 1968 Baureihe 220) gezogen. Die fortschreitende Elektrifizierung verdrängte die Maschine aber immer mehr in den Nah- und Güterverkehr.

Da es im Betrieb der V 200.0 aufgrund von Überbeanspruchung häufig zu Probleme kam, wurde ab 1962 eine stärkere Variante, die V 200.1 (später Baureihe 221) in den Dienst gestellt.

Ab 1977 wurden die Lokomotiven in norddeutschen Bahnbetriebswerken zusammengezogen. Der erhöhte Wartungsaufwand der zweimotorigen Maschinen sowie keine elektrische Zugheizung veranlassten die Deutsche Bahn zur Ausmusterung dieser Baureihe. 1984 wurde die letzte V200 013 außer Dienst gestellt und somit stand keine V 200 länger als 30 Jahre im Fahrdienst der DB.

Verkäufe ins Ausland

Sieben V 200 wurden in den 1980er Jahren an die Schweizer Bundesbahn (SBB) verkauft und erhielten dort die Ordnungsnummer SBB Am 4/4 18461-18467. Dort zogen sie Bau- und Güterzügen, waren aber häufiger in der Reparatur als im Einsatz. Ende 1997 wurden diese auch bei der SBB ausrangiert und wieder nach Deutschland an private Eigentümer verkauft.
Die DB verkaufte auch Lokomotiven nach Albanien, dort wurden sie im Bahnhof von Pogradec stationiert und während der Unruhen 1999 zerstört. Auch Griechenland und Italien kauften Loks dieser Baureihe. In Italien wurden diese dann generalüberholt und modernisiert und kamen auch in Doppeltraktion vor Güterzügen in der Umgebung von Ferrara zum Einsatz.