DB-Baureihe 23

Technische Daten

12.10.1974 im Heimat Bf. Crailsheim

12.10.1974 im Heimat Bf. Crailsheim

Foto: Friedrich Giemulla

Nummerierung: 23 001 105
Stückzahlen: 105
Baujahre: 1950 1959
Ausmusterung: bis 1976
Höchstgeschwindigkeit: 110 km/h, rückwärts: 85 km/h
Indizierte Leistung: 1785 PSi
Länge über Puffer: 21.325 mm
Dientstmasse: 82,8 t
Hersteller: Henschel, Jung, Krupp, ME
Bauart: 1'C1' h2
Tender: 2'2' T 31

Geschichte

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges waren Ende der 1940er Jahre leistungsfähige Personenzuglokomotiven bei der Deutschen Bundesbahn Mangelware. Die Entwicklung sollte auf den beiden Lokomotiven der DRB-Baureihe 23 aufbauen. Da diese nun im Eigentum der Deutschen Reichsbahn waren, konnte man nur auf existierende Baupläne zurückgreifen. Ab 1950 startete die Serienbelieferung von 105 Maschinen, die für den mittelschweren Personenzug- und leichten Schnellzugdienst vorgesehen waren. Nach ersten Erprobungsfahrten war auch klar, dass die Erwartungen in diese Neuentwicklung erfüllt wurden. Der Kohleverbrauch war geringer als bei vergleichbaren Lokomotiven und ein universeller Einsatz war gegeben.

Eine Lokomotive dieser Baureihe war auch die letzte Dampflok, die in der Bundesrepubik Deutschland in Dienst gestellt wurde. Im Dezember 1959 wurde die 23 105 von der DB in Betrieb genommen.

1968, mit Einführung des neuen Baureihenschemas erhielten die Lokomotiven die Baureihenbezeichnung 023.

Im Laufe der Jahre verloren die Dampflokomotiven durch die zunehmende Elektrifizierung der Hauptstrecken sowie Verdieselung der Nebenstrecken immer mehr ihre Einsatzgebiete. Am 27. September 1975 endete schließlich der planmäßige Einsatz. Im Bw Crailsheim wurde im Dezember 1975 die 23 058 als letzte Lokomotive dieser Baureihe ausgemustert.