DRG-Baureihe 19.0 (Sächsische XX HV)

Technische Daten

28.03.2010 2.Dampfloktreffen in Dresden

28.03.2010 2.Dampfloktreffen in Dresden

Foto: Alexander Hertel

Nummerierung:
66 80, 206 213
DRG: 19 001 023
Stückzahlen:
23
Baujahre: 1918 - 1923
Ausmusterung: bis 1967
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h / 120 km/h
Indizierte Leistung: 1.800 PS
Länge über Puffer: 22.632 mm
Dientstmasse: 93,5 t
Hersteller: Sächsische Maschinenfabrik, Chemnitz
Bauart: 1'D1' h4v
Tender: sä 2'2' T 31
Gattung: S 46.17

Geschichte

Die XX HV der Königlich Sächsischen Staatseisenbahn war eine vierfach gekuppelte Schnellzug-Schlepptenderlokomotive. Konzipiert waren sie vor allem für den schweren Schnellzugdienst auf der kurven- und neigungsreichen Mittelgebirgsstrecke Dresden Hof.

Zwischen 1918 und 1923 wurden in der Sächsische Maschinenfabrik in Chemnitz 23 Lokomotiven gebaut.

Die Deutsche Reichsbahn ordnete die Lokomotiven ab 1925 in die Baureihe 19.0 ein. Damit erhielten die Maschinen die neuen Betriebsnummern 19 001 023, stationiert wurden sie in den sächsischen Bahnbetriebswerken Dresden-Altstadt und Reichenbach/Vogtl. .

Die Maschinen erfüllten die Erwartungen an eine Mittelgebirgslokomotive. Auf Flachstrecken erwies sich dagegen der hohe Kohleverbrauch als nachteilig, weshalb die XX HV nur im Ausnahmefall auf der Strecke Dresden Berlin eingesetzt wurde.

Im Zweiten Weltkrieg wude die 19 021 durch einen Bombentreffer zerstört wurde, die übrigen 22 Maschinen gingen nach Kriegsende in den Bestand der Deutschen Reichsbahn der DDR über. Weitere Maschinen wurden dort aber wegen kriegsbedingter Schäden ausgemustert. Einsatzgebiet der Lokomotiven war weiterhin die Strecken Dresden Hof und Leipzig Hof.

Aufgrund der Elektrifizierung ihrer Stammstrecken wurden die Maschinen bis 1967 ausgemustert. Erhalten blieb die 19 017 als nicht betriebsfähige Museumslokomotive.

In den Jahren 1963 1965 wurden die Lokomotiven 19 015 und 19 022 zu Versuchslokomotiven umgebaut. Neue Führerhäuser, Witte-Windleitbleche, kegelförmige Rauchkammertüren, eine gemeinsame Verkleidung von Dampfdom und Sandkästen sowie die Anordnung aller Pumpen auf einem gesonderten Träger in der Fahrzeugmitte gaben den beiden Loks ein stark verändertes Aussehen. Mit Riggenbach-Gegendruckbremsen ausgerüstet, dienten sie vorrangig als Bremslokomotiven bei Leistungsmessungen. Gelegentlich waren sie aber auch im Personen- und Schnellzugdienst eingesetzt. 1967 erfolgte der Umbau auf eine Ölhauptfeuerung. Im Jahr 1970, mit Einführung des neuen EDV-Nummerschemas, erhielten beiden Lokomotiven die neuen Betriebsnummern 04 0015 und 04 0022. Die 04 0022 wurde 1975 ausgemustert und verschrottet, 04 0015 folgte 1977.

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