DR-Baureihe 02 0201 (18.201)

Technische Daten

Nummerierung:
18 201
02 0201-0 (ab 1970)
Stückzahlen:
1
Baujahre: 1960 - 1961
Höchstgeschwindigkeit: 182,5 km/h
Indizierte Leistung: 1.581 kW
Länge über Puffer: 25.145 mm
Dientstmasse: 113,6 t
Hersteller: RAW Meiningen
Bauart: 2'C1' h3
Tender: 2'2' T 34 + Zusatztender

Geschichte

Die 18 201 der Deutschen Reichsbahn der DDR ist eine Schnellzuglokomotive und entstand zwischen 1960 und 1961 im Reichsausbesserungswerk Meiningen. Sie wurde aus Teilen der Lokomotive 61 002, dem Schlepptender der 44 468 und Teilen der H 45 024 sowie der Baureihe 41 gebaut. Sie ist die schnellste betriebsfähige Dampflokomotive der Welt. Bei Testfahren erreichte sie eine Spitzengeschwindigkeit von 182,5 km/h

Es kam zum Bau dieser Lokomotive, da für den Export bestimmte Reisezugwagen mit mindestens 160 km/h probegefahren werden mussten.

Wenn sie nicht im Versuchsbetrieb benötigt wurde, war die 18 201 bis weit in die 1970er Jahre hinein auch im Plandienst vor Schnellzügen im Einsatz. 1970, mit Einführung des EDV-Nummernschemas erhielt die Lokomotive die Bezeichnung 02 0201-0.

Ab 1980 erfolgte ein Einsatz hauptsächlich vor Traditions- und Sonderzügen. Am 01.01.1994 ging die Maschine schließlich in den Bestand der Deutschen Bahn AG über. Bereits im folgenden Jahr 1995 mussten die Traditionslok 18 201 nach einem schweren Entgleisungsschaden in das Dampflokwerk Meiningen geschickt werden. Aufgrund fehlender Radsatzdrehmaschinen für 2300 mm-Räder war die Reperatur der großen Kuppelräder ein schwieriges Unterfangen. Bis 1997 blieb die Lokomotive betriebsfähig und wurde dann stillgelegt.

Um die Maschine wieder unter Dampf zu setzen, gründeten der Unternehmer Christian Goldschagg und der Musiker Axel Zwingenberger zunächst die Initiative "Rettet die 18 201" und anschließend die Dampf-Plus GmbH. Die Lokomotive konnte dadurch im Dampflokwerk Meiningen vollständig aufgearbeitet werden.

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