DR-Baureihe 99.77–79

Technische Daten

Nummerierung:
DR: 99 771 794
99 1771 1794 (ab 1970)
099 722 735 (ab 1994)
VEB Mansfeld Kombinat "Wilhelm Pieck" 12 und 13
Stückzahlen:
26
Baujahre: 1952-1956
Höchstgeschwindigkeit: 30 km/h
Indizierte Leistung: 441 kW
Länge über Kupplung: 11.300 mm
Dienstmasse: 55,0 t
Hersteller: VEB Lokomotivbau Karl Marx
Bauart: 1"E1" h2t
Gattung: K 57.9

Geschichte

Die Lokomotiven der Baureihe 99.77 79 der Deutschen Reichsbahn sind Neubaulokomotiven mit 750 mm Spurweite. Sie wurden zwischen 1952 und 1956 für die Schmalspurbahnen Sachsens gebaut und gleichen weitgehend den in den 1930er Jahren gebauten Einheitslokomotiven der Baureihe 99.73 76.

Den Zweiten Weltkrieg hatten die Schmalspurbahnen Ostdeutschlands ohne nennenswerte Schäden überstanden und nur einige Strecken wurden als Reparationsleistung abgebaut. Allerdings waren nicht ausreichend leistungsfähige Maschinen verfügbar. Zum einen gingen im Zweiten Weltkrieg mehr als 20 Lokomotiven der Baureihen 99.51 60, 99.61 sowie 99.64 71 verloren. Zum anderen wurden Lokomotiven der Baureihen 99.51 60, 99.64 71 und 99.73 76 sehr wohl als Reparationszahlung nach Osten abtransportiert.
Vor allem der Verlust der oftmals nicht einmal 20 Jahre alten Maschinen der Baureihe 99.64 71 und 99.73 76 stellte einen herben Verlust dar, sie waren die modernsten der 750-mm-Schmalspurbahnen.

Im Jahr 1950 wurde schließlich der VEB Lokomotivbau Karl Marx mit der Entwicklung einer neuen Lokomotive beauftragt. Dies war unumgänglich, da nach Kriegsende das Verkehrsaufkommen auf den Schmalspurstrecken erheblich stieg und durch den Mangel an Steinkohle auf Braunkohle umgestellt werden musste, worauf die vorhanden Lokomotiven nicht ausgelegt waren.

Die Entwicklung lehnte sich weitgehend an der Baureihe 99.73 76 an. Zwischen 1952 und 1957 wurden insgesamt 24 Lokomotiven geliefert. Sie erhielten die Betriebsnummern 99 771 bis 99 794.

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