DR-Baureihe 99.590 (NWE Nr. 11–22)

Technische Daten

03.01.2009  im Sondereinsatz auf dem Brocken

03.01.2009 im Sondereinsatz auf dem Brocken

Foto: Jens Baumhauer

Nummerierung:
NWE Nr. 11 22
99 5901 5905
Stückzahlen:
12
Baujahre: 1897 1901
Höchstgeschwindigkeit: 30 km/h
Indizierte Leistung: 255 PSi (190 kW)
Länge über Puffer: 8.875 mm
Dienstmasse: 34 t
Hersteller: Arnold Jung, Güstrow
Bauart: B'B n4vt

Geschichte

1897, kurz nach dem Gründungsjahr, wurde von Jung die zweite Baureihe für die Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn-Gesellschaft (NWE) gebaut. Die zwölf Malletlokomotiven, davon neun von Jung und drei von Güstrow gebaut, wurden bei der NWE unter den Nummern 11-22 eingereiht. Die Lokomotiven galten als sehr zuverlässig.

Im Ersten Weltkrieg mussten sechs Maschinen (darunter die drei aus Güstrow) an die Heeresfeldbahnen abgegeben werden. Diese Maschinen kehrten von ihren Einsatz nicht mehr zurück.

Eine Lokomotive (NWE 12II) verunglückte im Jahr 1927 und mußte aufgrund ihrer starken Beschädigung zusammen mit einem Personenwagen sowie Packwagen an Ort und Stelle zerlegt werden.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges gingen fünf Lokomotiven in den Bestand der Deutschen Reichsbahn der DDR über und erhielten dort die Baureihenbezeichnung 99.590. Sie wurden bei der Harzquerbahn eingesetzt, doch Mitte der 1950er Jahre wurden sie dort durch die Neubaulokomotiven 99.23-24 ersetzt. Die Malletlokomotiven wurden an die Selketalbahn abgegeben.

Zwei Maschinen wurden verschrottet, 99 5905 im Jahr 1975 und 99 5904 im Jahr 1990. Die übrigen drei Lokomotiven blieben im Bestand.

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