DRG-Baureihe 99.51-60 (Sächsische IV K)

Technische Daten

20.03.2011 Haltepunkt Neulehn

20.03.2011 Haltepunkt Neulehn

Foto: Alexander Hertel

Nummerierung:
103 - 198
99 511 546, 99 551 558, 99 561 579, 99 581 608
Stückzahlen:
96
Baujahre: 1892-1921
Höchstgeschwindigkeit: 30 km/h
Indizierte Leistung: 210 PSi / 154 kW
Länge über Kupplung: 9.000 mm
Dienstmasse: 26,8 29,3 t
Hersteller: Sächsische Maschinenfabrik, Chemnitz
Bauart: B"B" n4v
Gattung:
K 44.7
K 44.8 (ab 99 58)

Geschichte

Die Lokomotiven IV K der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen waren vierachsige Schmalspurdampflokomotiven der Bauart Günther-Meyer mit einer Spurweite von 750 mm. Um trotz ihrer Länge ein Befahren von krümmungsreichen Strecken zu ermöglichen erhielten die Maschinen zwei Triebdrehgestelle. Zwischen 1892 und 1921 wurden insgesamt 96 Exemplare mit den Nummern 103 bis 198 gebaut, sie ist damit die meistgebaute Schmalspurlokomotive Deutschlands.

Die Sächsische IV K wurde sowohl vor Personen- als auch Güterzügen eingesetzt und bewährte sich so gut, dass sie auf fast allen Strecken die anderen Lokomotiv-Gattungen (I K und III K) vollständig verdrängte.

Nach Ende des Ersten Weltkrieges gingen drei Maschinen als Reparationen an Polen, zwei weitere Exemplare verblieben in Ungarn.

Im Jahr 1925 wurden die 91 verbliebenen Lokomotiven bei der Deutschen Reichsbahn als Baureihe 99.51 60 eingereiht und erhielten die Ordnungsnummern 99 511 546, 99 551 558, 99 561 579 und 99 581 608.

Bis Ende 1939 wurden, mit Auslieferung der Nachfolgebaureihen 99.67 71 sowie 99.73 76, 18 Maschinen, zumeist ältere Exemplare, ausgemustert. Weitere zwölf Loks gingen im Zweiten Weltkrieg verloren. Zudem gingen nach Kriegsende vier Maschinen als Reparation in die UdSSR. Somit gab es auf den sächsischen Strecken nur noch 57 einsatzfähige Maschinen.

Eigentlich wollte die DR diese Lokomotiven durch die Neubaudiesellok der Baureihe V 36.48 ersetzen, doch die beiden Prototypen bewährten sich nicht. Ab 1962 wurden deshalb 29 Lokomotiven einer vollständigen Modernisierung unterzogen. Anfangs wollte man sich nur auf neue, geschweißte Kessel konzentrieren, später erhielten die Lokomotiven aber auch neue, geschweißte Rahmen. Die erneuerten Lokomotiven erkannte man am fehlenden Sandbehälter auf dem Kessel sowie an der oben abgeflachten Verkleidung des Dampfdomes. Die nicht modernisierten Lokomotiven wurden bis 1973 ausgemustert.

Ab dem 1. Januar 1992, im Zuge der Angleichung der Betriebsnummern von DR und DB erhielten noch elf Lokomotiven die neuen Betriebsnummern 099 701 bis 099 711. Einige dieser Lokomotiven gelangten am 1. Januar 1994 noch zur Deutschen Bahn AG, ein planmäßiger Einsatz der Loks erfolgte zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr.

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