DR-Baureihe 99.331 / HFB Brigadelokomotive

Technische Daten

29.06.1974 Waldbahn Bad Muskau

29.06.1974 Waldbahn Bad Muskau

Foto: Karl-Friedrich Seitz

Nummerierung:
HFB 201-2896 (mit Lücken)
DR 99 3310, 99 3311, 99 3313 3318
Stückzahlen:
2573
Baujahre: 1905-1919
Ausmusterung: bis 1968
Höchstgeschwindigkeit:
15 km/h
25 km/h (nach Ausbau der Hohlachsen)
Induzierte Leistung: 65 PSi (48 kW)
Länge über Puffer: 5885 5980 mm
Dientstmasse: 12,0 t
Hersteller:
BMAG (218), Borsig (377), Esslingen (42), Hanomag (39), Hartmann (105), Henschel (789), Hohenzollern (47), Humboldt (11), Jung (123), Krauss (164), Linke-Hofmann (95), Maffei (175), O&K (359), SACM (12), Vulcan (17)
Bauart: D n2t
Gattung: K 44.3

Geschichte

Brigadelokomotive sind vierfachgekuppelte Naßdampflokomotiven, die in den Jahren 1914 bis 1918 für den Dienst bei der deutschen Heeresfeldbahn beschafft wurden. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges übernahmen viele zivile Betriebe weltweit diese Baureihe in ihren Fahrzeugbestand.

Zum 01.01.1951 ging die Waldeisenbahn in die Verwaltung der Deutschen Reichsbahn. Damit wurden fünf Lokomotiven als Baureihe 99.331 in den Bestand eingereiht. Es handelte sich dabei um die Lokomotiven HF 1575 (99 3311), HF 312 (99 3313), HF 1487 (99 3314), HF 1547 (99 3315) sowie HF 634 (99 3316).

Zwei weitere Exemplare folgten 1952/1953 in den Fahrzeugbestand. Die Lokomotiven HF 1914 und HF 2301 waren 1919 in Polen verblieben und erhielten dort die Bahnnummern D 4241 und D 4243. Während des Zweiten Weltkrieges waren sie zur deutschen Kohleindustrie gelangt. Bei der DR erhielten sie die Betriebsnummern 99 3317 und 3318.

1956 wurde noch die HF 1638 vom Braunkohlekraftwerk Welzow erworben. Diese Lokomotive war in Lettland als MI 631 eingereiht. Bei der DR wurde sie mit der Betriebsnummer 99 3310 eingereiht.

Alle Lokomotiven erhielten 1970 eine EDV-Betriebsnummer.

Zwischen 1974 und 1978 wurden im Rahmen der Stilllegung des Netzes der Waldeisenbahn alle Lokomotiven ausgemustert.

Bilder verfügbar