DRG 95 (Preußische T 20), DR 95.00/95.10

Technische Daten

16.04.2011 in Bochum Dahlhausen

16.04.2011 in Bochum Dahlhausen

Foto: Michael Rakow

Nummerierung: DRG 95 001 045
Stückzahlen:
45
Baujahre: 1922 - 1924
Ausmusterung: bis 1981
Höchstgeschwindigkeit: 65 km/h
Indizierte Leistung: 787 kW
Länge über Puffer: 15.100 mm
Dienstmasse: 127,4 t
Hersteller: Borsig, Hanomag
Bauart: 1'E1' h2
Gattung: Gt 57.19

Geschichte

Die Lokomotiven der Baureihe 95 waren fünffachgekuppelte Tenderlokomotiven der Deutschen Reichsbahn, eingesetzt ab 1923 vor schweren Güterzügen auf steilen Hauptstrecken. Sie war die stärkste von der DRG beschaffte Tenderlokomotive.

Sie wird auch als preußische T 20 bezeichnet, da die Entwicklung noch zu Zeiten der preußischen Staatsbahn stattfand.

Bis 1924 wurden insgesamt 45 Lokomotiven ausgeliefert. Die Einsatzgebiete waren die Bahnstrecke Sonneberg Probstzella, die Spessartrampe, die Frankenwaldbahn, die Geislinger Steige, die Schiefe Ebene sowie die Rübelandbahn.

Nach Kriegsende wurden von der Deutschen Bundesbahn 14 Lokomotiven übernommen, diese waren zuletzt in Aschaffenburg stationiert und wurden dort als Schiebelokomotive auf der Spessartrampe eingesetzt. Die Ausmusterung erfolgte 1958.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges gingen auch 31 Lokomotiven in den Bestand der Deutschen Reichsbahn der DDR über. Zwischen 1966 und 1972 wurden 24 Loks auf Ölhauptfeuerung umgebaut, zehn Exemplare erhielten einen neuen Kessel. 1970, mit Einführung des EDV-Nummernschemas, wurden die ölbefeuerten Lokomotiven in die Baureihe 95.00 umbezeichnet. Die kohlebefeuerten Maschinen erhielten die Baureihenbezeichnung 95.10. Das letzte Exemplar wurde 1981 ausgemustert.