DRG-Baureihe 86

Technische Daten

31.08.1997 in Freudenstadt

31.08.1997 in Freudenstadt

Foto: Werner & Hansjörg Brutzer

Nummerierung:
86 001-86 591
86 606-86 627
86 698-86 816
86 835-86 875
86 966
Stückzahlen:
775
Baujahre: 1928 1943
Ausmusterung: ab 1945
Höchstgeschwindigkeit: 70 80 km/h
Indizierte Leistung: 1.030 PSi
Länge über Puffer: 13.820 mm
Leermasse: 70,0 t
Hersteller:
MGB Karlsruhe
Linke-Hofmann
Friedr. Schichau
Friedr. Krupp AG
Esslingen
Aug. Borsig
Henschel & Sohn
BMAG
Orenstein & Koppel
WLF DWM Posen
LOFAG
Bauart: 1'D1' h2t

Geschichte

Die Baureihe 86 der Deutschen Reichsbahn war eine Einheits-Güterzugtenderlokomotive die für den Einsatz auf den Nebenstrecken vorgesehen war. Sie wurde von fast allen für die Reichsbahn tätigen Unternehmen produziert. Ab 1942 gab es eine vereinfachte Form als Übergangskriegslokomotive (ÜK), dabei war der Wegfall der zweiten Führerstandsseitenfenster, sowie die als Scheibenräder ausgeführten Laufräder am augenfälligsten.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges gingen 175 Lokomotiven in den Bestand der Deutsche Reichsbahn der DDR, 385 an die Deutsche Bundesbahn, 29 zur ÖBB, 44 zur PKP (TKt3), 73 zur SZD sowie 62 zur CSD. 20 Lokomotiven wurden während des Krieges zerstört, somit ist der Verbleib von zwei Exemplaren unbekannt (86 016 und 86 469).

Die meisten der Lokomotiven der DB waren in Nürnberg stationiert und im Einsatz auf fränkischen Nebenstrecken sowie den dortigen Rangierbahnhof. Die letzte Lok wurde hier 1974 ausgemustert.

Bei der DR der DDR waren die Maschinen überwiegend im Bw Aue stationiert und im Einsatz auf den umliegenden Erzgebirsstrecken. Offiziell wurden die Loks 1976 bei der DR ausgemustert, doch fuhren einige Exemplare noch weit in die 1980er Jahre hinein.

Die ÖBB begann bereits 1945 mit der Ausmusterung, welche dann bis 1972 abschlossen war.