DRG-Baureihe 78.0-5 (Preußische T 18)

Technische Daten

17.12.2006 Siegen

17.12.2006 Siegen

Foto: Marcus Meyer

Nummerierung:
DRG 78 001 - 330
DRG 78 351 - 528
Stückzahlen:
544
Baujahre: 1912-1927
Ausmusterung: 1975
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Indizierte Leistung: 838 kW
Länge über Puffer: 14.800 mm
Dienstmasse: 105,0 t
Hersteller: Vulcan, Henschel, HANOMAG
Bauart: 2'C2' h2t
Gattung: Pt 37.17

Geschichte

Die T 18 war die letzte für die Preußischen Staatseisenbahnen entwickelte Tenderlokomotive und war ursprünglich für den Verkehr auf Rügen als Ersatz für die Baureihen T 12 und T 10 geplant. Die Bauart einer Tenderlokomotive mit symmetrischem Fahrwerk wurde favorisiert, weil diese vorwärts und rückwärts gleich schnell und bei Fahrten in Gegenrichtung ohne die Notwendigkeit einer Drehung auf der Drehscheibe betrieben werden konnte.

Die Lokomotiven wurden hauptsächlich von der Stettiner Maschinenbau AG Vulcan geliefert, ab 1923 aber auch von Henschel und ab 1925 ebenfalls von HANOMAG.

Zwischen 1912 und 1927 wurden insgesamt 544 Lokomotiven ausgeliefert:
333 Preußischen Staatseisenbahnen
27 Reichseisenbahnen in Elsaß-Lothringen
20 Württembergischen Staats-Eisenbahnen
27 Eisenbahnen des Saargebietes
127 Deutsche Reichsbahn
8 Bagdad-Bahn
2 Eutin-Lübecker Eisenbahn (Nachbau 1936 und 1939)

In den Jahren zwischen 1925 und 1928 erfolgte die Umzeichnung in 78 001 bis 282 und 351 bis 401. Davon stammte die 78 093 aus Elsaß-Lothringen sowie die 78 146 165 aus Württemberg. Von 78 402 bis 523 wurden die Lokomotiven direkt ab Werk mit den Reichsbahnnummern ausgeliefert. Später wurden hier noch die Maschinen der Saar-Eisenbahnen als 78 283 328 und der Eutin-Lübecker Eisenbahn als 78 329 und 330 eingereiht.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden von der Deutschen Bundesbahn 424 Lokomotiven übernommen. Zum 1. Januar 1968, mit Einführung des EDV-Baureihenschemas erhielten diese die Baureihenbezeichnung 078. Die letzten Lokomotiven wurden bei der DB Mitte der 1970er Jahre im Bahnbetriebswerk Rottweil ausgemustert. Die Abschiedsfahrt am 31. Dezember 1974 war gleichzeitig auch die für die Baureihe 38 (Preußische P 8).