DRG/DR-Baureihe 75.5 (Sächsische XIV HT)

Technische Daten

16.05.2010 BW Fest in Schwarzenberg

16.05.2010 BW Fest in Schwarzenberg

Foto: Alexander Hertel

Nummerierung:
a) 1801-1850 / 75 511-550
b) 1851-1855 / 75 501-505
c) 1856-1906 / 75 551-588
Stückzahlen:
106
Baujahre:
a) 1911-1915
b) 1915
c) 1917/18, 1921
Ausmusterung: bis 1970
Höchstgeschwindigkeit: 75 km/h
Indizierte Leistung: 990 PSi
Länge über Puffer: 12.415 mm
Dienstmasse:
a) 76,7 t
b) 79,4 t
c) 82,2 t
Hersteller: Sächsische Maschinenfabrik, Chemnitz
Bauart: 1'C1' h2t

Geschichte

Die XIV HT der Sächsischen Staatseisenbahnen (DRG-Baureihe 75.5) war eine dreifach gekuppelte Tenderlokomotive für den gemischten Dienst auf Haupt- und Nebenstrecken in den sächsischen Mittelgebirgen. Zwischen 1911 und 1921 wurden in drei Serien insgesamt 106 Exemplare dieser Lokomotive gefertigt.

Nach Ende des Ersten Weltkrieges mußten Lokomotiven als Reparationszahlung an Polen, Belgien und Frankreich abgegeben werden. Dadurch konnten seitens der Deutschen Reichsbahn nur noch 83 Exemplare als Baureihe 75.5 übernommen werden.

Die in Polen verbliebenen Exemplare gingen in den Bestand der Polnischen Staatsbahn PKP über und wurden dort unter Okl101.01 - 11 eingereiht. Die vier Lokomotiven der belgische SNCB erhielten die Nummern 9670, 9674, 9676 sowie 9686. Weitere acht Lokomotiven gelangten zur französischen Ostbahn, die dort unter den Nummern 32-916 bis 32-923 eingereiht wurden.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gingen 88 Lokomotiven in den Bestand der Deutschen Reichsbahn der DDR über. Darunter befanden sich auch einige der Lokomotiven, die 1918 als Reparationszahlung an Polen und Frankreich abgegeben wurden. Im Jahr 1968 waren noch 25 Maschinen im Betriebsbestand, die dann aber bald abgestellt wurden.

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