DR-Baureihe 58.30

Technische Daten

16.05.2010 in Schwarzenberg

16.05.2010 in Schwarzenberg

Foto: Alexander Hertel

Nummerierung: 58 3001 58 3056
Stückzahlen:
56
Baujahre: 1958-1962 (Umbau 58.2 5/10 21)
Ausmusterung: 1981
Höchstgeschwindigkeit: 70 km/h
Indizierte Leistung: 1189 kW/ 1615 PSI
Länge über Puffer: 22.080 mm
Dientstmasse: 97,2 t
Hersteller: Raw Zwickau
Bauart: 1'E h3
Gattung: G 56.16
Tender: 2'2' T 28

Geschichte

Die DR-Baureihe 58.30 entstand im im Rahmen des sogenannten Rekonstruktionsprogramms aus Lokomotiven der Gattung G 12 (Baureihe 58.2-5, 10-21) und wurde im Güterverkehr eingesetzt. Der Umbau erfolgte zwischen 1958 und 1962 im ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerk (Raw) Zwickau. Die rekonstruierte Lokomotive war gegenüber ihrer Ursprungsmaschine G 12 leistungsfähiger, sparsamer und schneller. Die Maschinen erhielten mit ihrem neuen Führerhaus, dem hochliegenden Kessel, der steilen Rauchkammerschürze und den beiden oberhalb der Zylinder liegenden Hauptluftbehältern ein völlig neues, markantes Aussehen.

Der Umbau erfolgte aufgrund eines Mangels an leistungsfähigen Güterzuglokomotiven mit 15 bis 18 t Achsfahrmasse für die Mittelgebirgsstrecken in der DDR. Bei der DR entschied man sich für diesen Umbau, da die Fertigung eines neuen Lokomotiventyps, abgeleitet aus der Kriegslokomotive der Baureihe 42, aufgrund mangelnder Stahlzuteilung durch die Staatliche Plankommission nicht umgesetzt werden konnte.

Die ursprünglichen Tender pr 3 T 20 / sä 3 T 21 konnten aus Gründen der Fahrsicherheit nicht verwendet werden. Da eine Lieferung von Neubautendern aus verschiedenen Gründen im notwendigen Umfang nicht möglich war, bestand für diese Baureihe längere Zeit ein großer Tendermangel und die Lokomotiven waren anfangs mit fast allen verfügbaren Formen vierachsiger Schlepptender unterwegs.

Am 12. Februar 1981, mit dem Abstellen der 58 3028 und 58 3032 im Bw Glauchau endete der offizielle Einsatz dieser Baureihe.