DRG-Baureihe 58.2–5/10–21 (pr. G 12)

Technische Daten

22.05.2010 Schiefe Ebene Km 76,2

22.05.2010 Schiefe Ebene Km 76,2

Foto: Patrick Schadowski

Nummerierung:
DRG 58 201 225, 231 272, 281 303, 311 318, 401 462, 501 543, 1002 2148
Stückzahlen:
1.478
Baujahre: 1917-1924
Ausmusterung: 1976
Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h (vorwärts)
Indizierte Leistung: 1.133 kW/ 1540 PSI
Länge über Puffer: 18.495 mm
Dientstmasse: 95,7 t
Hersteller: Henschel und andere
Bauart: 1'E h3
Gattung: G 56.17
Tender: pr 3 T 20, pr 2'2' T 31,5, sä 3 T 21

Geschichte

Die Preußische G 12 waren Güterzuglokomotive. Zwischen August 1917 und 1921 wurden von Preußen insgesamt 1.168 Exemplare diese Typs beschafft. Des Weitere beschafften auch weitere Reichsbahngesellschaften diese Lokomotive. So gingen 118 Exemplare die Reichseisenbahnen in Elsaß-Lothringen, 98 an die Badische Staatsbahn, 42 an die Sächsische Staats-Eisenbahnen sowie 42 an die Württembergische Staats-Eisenbahnen. 1924 erhielt die Deutsche Reichsbahn weitere 20 Lokomotiven, die im Anschluss an die sächsische XIII H die Nummern 58 443-462 erhielten.

Wie die Vorgängerbauart wurden die sächsischen Lokomotiven als Gattung XIII H bezeichnet; von Baden und Württemberg wurde die preußische Bezeichnung G 12 übernommen. Nur von der Bayerischen Staatsbahnen, der Eisenbahnen Mecklenburgs sowie Oldenburgs wurden keine G 12 beschafft.

Von den oben genannten Lokomotiven wurden die meisten von der Reichsbahn übernommen und dort unter folgenden Betriebsnummern einsortiert:

Badische G 12: 58 201 225, 231 272, 281 303, 311 318
Preußische G 12: 58 1002 2148
Sächsische XIII H: 58 401 462
Württembergische G 12: 58 501 543

Nach Ende des Zweiten Weltkrieg wurden die Lokomotiven von der Deutschen Bundesbahn sowie der Deutschen Reichsbahn übernommen. Auch verblieben Lokomotiven in Österreich und Polen.

Bei der DB wurden die letzten Lokomotiven bis 1953 ausgemustert.

Bei der DR waren 1968 noch 300 Lokomotiven im Einsatz. 1970, mit Einführung der EDV-Nummern, wurden die dreistelligen Betriebsnummern um eine eins an der Tausenderstelle erweitert. 1976 wurden bei der Deutschen Reichsbahn schließlich auch die letzen Lokomotiven dieser Baureihe ausgemustert.

In Österreich verblieben die Maschinen 58 1669, 1746, 1767, 1904, 1917, 2122 sowie 2132 wobei im Jahr 1949 die 58 1669 an die DB zurückgegeben wurde und die die 58 1917 in die Sowjetunion gelangte. Die 58 1904 wurde 1951 ausgemustert und die damit noch vier verbliebenen Maschinen bildeten unter Beibehaltung der Ordnungsnummer die ÖBB Reihe 658. Alle Maschinen wurden dort bis 1966 ausgemustert.

Die in Polen verbliebenen Lokomotiven bekamen die PKP Baureihenbezeichnung Ty1.