DRB-Baureihe 52

Technische Daten

20.03.2010 in Nördlingen

20.03.2010 in Nördlingen

Foto: Michael Kirchner

Nummerierung: siehe Text
Stückzahlen: > 7000 (nicht genau geklärt)
Baujahre: 1942 ca.1950
Ausmusterung:
SD: 1976
DB: 1962
DR: 1988
ÖBB: 1976
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Leistung: 1192 kW
Länge über Puffer: 22.830 mm
Dientstmasse: 84 t
Hersteller: siehe Text
Bauart: 1'Eh2

Geschichte

Eigentlich sollten die Baureihe nur wenige Jahre fahren, denn die Diktatoren glaubten den Zweiten Weltkrieg in Kürze gewonnen zu haben und die Loks ersetzen zu können.
Die Konstruktion basierte auf der 50, deren Form seit Kriegsbeginn immer weiter vereinfacht wurde. Die 52 wurde noch weiter vereinfacht und es entfielen weitere Ausrüstungsteile.
Sie wurde ab dem Jahr 1942 in mehr als 7.000 Einheiten gebaut, geplant waren sogar 15.000 Maschinen. Die genaue Stückzahl ist aber nicht bekannt. Weitere 300 Stück wurden nach dem Krieg aus vorhandenen Teilen produziert und waren in vielen Teilen Europas beim Wiederaufbau noch lange unentbehrlich. Die Deutsche Bundesbahn hatte an die 700 Loks übernommen. Ihre letzten 52er musterte sie im Oktober 1962 aus.

Hersteller:
Um den Großauftrag erfüllen zu können, wurden die deutschen Lokomotivfabriken zur Gemeinschaft Großdeutscher Lokomotivhersteller (GGL) zusammengeschlossen.
Den Höhepunkt in der Produktion erreichte die GGL Anfang Juli 1943, da wurden innerhalb eines Tages 51 Kriegslokomotiven der Baureihe 52 montiert.

Nummerierung:
In Deutschland erhielten die Lokomotiven der BR 52 die Betriebsnummern 52 001 bis 52 7794.

Abgrenzung zur DB-Baureihe 052
Da 1968 bei der Umstellung auf das neue EDV-Baureihenschema bereits alle Lokomotiven der DRB-Baureihe 52 ausgemustert waren, waren die Baureihenbezeichnungen 051 bis 053 nicht belegt. So konnten Lokomotiven der Baureihe 50 die neue Baureihenbezeichnung 052 erhalten. Aufgrund der nahen technischen Verwandtschaft zwischen den Baureihe 50 und 52 ist die Unterscheidung für Nicht-Spezialisten oft nur anhand der vorhandenen bzw. fehlenden führenden Null und Prüfziffer möglich.

Reihe 52/152 in Österreich

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges verblieben 113 Lokomotiven in Österreich, die bei der ÖBB unter Beibehaltung der Ordnungsnummer in den Bestand übernommen wurden.
Dort wurden sie vor allem vor schweren Güterzügen, aber auch vor allen anderen Zuggattungen bis zum Schnellzug eingesetzt.

Maschinen, die auf einem Barrenrahmen aufgebaut waren, wurden als Reihe 152 bezeichnet. Die letzten Lokomotiven wurden 1976 ausgemustert und gehörten damit zu den letzten Dampfloks auf dem normalspurigen Streckennetz der ÖBB.