DRB-Baureihe 41 / DB-Baureihe 042 (Umbau Öl)

Technische Daten

26.09.2009 in Straßfurt

26.09.2009 in Straßfurt

Foto: Ralph Mildner

Nummerierung: 41 001 - 366
Stückzahlen:
366
Baujahre: 1937 - 1941
Ausmusterung: 1986
Höchstgeschwindigkeit:
90 km/h (vorwärts)
50 km/h (rückwärts)
Indizierte Leistung: 1.397 kW
Länge über Puffer: 23.905 mm
Dientstmasse: 101,9 t
Hersteller: BMAG, Borsig, Maschinenfabrik Esslingen, Henschel & Sohn, Arnold Jung Lokomotivfabrik, Krauss-Maffei, Krupp, Orenstein & Koppel und Schichau
Bauart: 1'D1'-h2
Tender: 2'2'T34

Geschichte

Die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (DRG) war auf der Suche nach einer neuen, schnellen Güterzuglokomotive. Die Berliner Maschinenbau AG (BMAG) legte Pläne einer 1'D1'-h2-Lokomotive vor, welche 1934 seitens der DRG favorisiert wurden. Nachdem das Reichsbahn-Zentralamt für Maschinenbau (RZM) die Pläne abgenickt hatte, wurde die BMAG mit dem Bau von zwei Prototypen beauftragt.

Die beiden Baumusterlokomotiven 41 001 und 41 002 wurden im Januar 1937 an die DRG ausgeliefert. In der intensiven Erprobungsphase überzeugten sie neben des außergewöhnlichen Beschleunigungsvermögen auch durch ihre Leistung sowie Laufruhe.

Bei der Entwicklung der Lokomotiven achtete man auch auf die Verwendung gleicher Baugruppen zu den zeitgleich entwickelten Baureihe 03, 06 und 45. Durch das Prinzip der Einheitslokomotiven (Vereinheitlichung) konnten die Stückkosten erheblich reduziert werden.

Im Oktober 1938 wurden die ersten Serienlokomotiven der Baureihe 41 von der Deutschen Reichsbahn (Umwandlung DRG in DRB erfolgte im Februar 1937) in Auftrag gegeben.

Im Serieneinsatz gab es dann schon nach kurzer Zeit ähnlich wie bei den Baureihen 03, 45 und 50 massive Probleme mit dem aus nicht alterungsbeständigem St 47 K gefertigten 20-bar-Kessel. 1941 wurde daraufhin seitens der DRB der zulässigen Betriebsdruckes auf 16 bar reduziert, was auch den Verschleiß der Kessel zunächst verlangsamte.

Im Januar 1941 wurden die noch offenen Stückzahlen der bestellten Lokomotiven seitens der DRB komplett storniert. Kriegsbedingt wurden die schnelle Güterzuglokomotiven nicht benötigt, am 02. Juni 1941 wurde schließlich die letzte Lokomotive der Baureihe 41 von der MF Esslingen mit der Ordnungsnummer 41 352 ausgeliefert. Innerhalb von knapp vier Jahren wurden 366 Maschinen an die DRB ausgeliefert.

Nach Kriegsende gingen 216 Lokomotiven in den Bestand der Deutschen Bundesbahn über. 122 Lokomotiven verblieben bei der Deutschen Reichsbahn in der DDR. 22 weitere Lokomotiven verblieben in Polen und wurden später bei der Polnischen Staatsbahn (PKP) unter Ot 1-1 bis Ot 1-19 eingereiht. 41 153 ging in den Besitz der Tschechoslowakischen Staatsbahn (CSD) über. Die Lokomotiven 41 034, 41 076, 41 082 sowie 41 312 waren Bestandteil der Lokkolonnen, die als Reparationsleistungen an die Sowjetunion übergeben wurden. Der Verbleib weiterer Maschinen der Baureihe 41 ist nicht bekannt.

Umbau DB

Aufgrund von zunehmender Materialermüdung wurden 107 Maschinen zwischen 1957 und 1961 mit vollständig geschweißten Kesseln versehen, wie sie auch bei der Baureihe 03.10 eingebaut wurde. Außerdem wurde der vordere Bereich des Rahmens sowie der Umlauf geändert. Die neuen Maschinen hatten eine theoretische Nutzungszeit von 30 Jahren, doch durch den raschen Traktionswechsel erfolgte eine vorzeitige Ausmusterung.

Quelle: Wikipedia

Umbau DR und Rekolok D

Von der Einheitslok abweichende Daten:
Stückzahlen:
80
Baujahre: 1959 1960 (Umbau)
Ausmusterung: 1988
Indizierte Leistung: 1.434 kW/1950 PSi
Dientstmasse: 101,5 t
Hersteller: RAW Zwickau, RAW Karl-Marx-Stadt
Tender: 2'2'T34 oder 2'2'T32

Auch bei der Deutschen Reichsbahn gab es Probleme mit den Kesseln aus dem nicht alterungbeständigen St 47 K. Durch die Herabsetzung des Kesseldrucks von 20 auf 16 bar konnte der Verschleiß zwar verlangsamt aber nicht aufgehalten werden. 1955 waren noch 112 Lokomotiven im Bestand der DR, davon waren erst 12 Maschinen mit einem Ersatzkessel ausgerüstet und somit voll einsatzbereit. Mittels Schweißen wollte man die übrigen St 47 K-Kesseln reparieren, das Material versprödete aber dadurch, was letztendlich die Probleme erhöhte. Die Gefahr von Rissbildung und Kesselexplosion war nun größer denn je.

Die verbleibenden Lokomotiven wurden in den kommenden Jahren mit dem Rekokessel 39E umgebaut und galten dann als Rekolokomotiven. Im Gegensatz zu anderen Baureihen wurde für die umgebauten BR 41 keine Unterbaureihenbezeichnung erstellt. Um diese Maschinen aber von nichtrekonstruierten Maschinen unterscheiden zu können wurde mit Einführung der EDV-Nummern (01. Juli 1970) eine 1 an der Tausenderstelle gesetzt, so dass beispielsweise aus der 41 231 die 41 1231-4 wurde.

Im Triebfahrzeugpark der DR war die BR 41 die vielseitigste Dampflokomotive und beförderte neben Güter- und Personenzügen auch hochwertige Schnell- und Eilzüge.

Quelle: Wikipedia

Umbau Öl / DB-Baureihe 042

40 Lokomotiven wurden auf Ölhauptfeuerung (Brennstoff Schweröl) umgestellt. Die Baureihe 41 mit Ölfeuerung wurde in den Bahnbetriebswerken Osnabrück Hbf und Kirchweyhe stationiert. Sie wurden im Güter-, Eil-, Personen- und Schnellzugdienst, hauptsächlich auf der Achse Hamburg-Ruhrgebiet eingesetzt. 1968 wurden sie dem Bahnbetriebswerk Rheine unterstellt und erhielten die Baureihenbezeichnung 042.