DRG-Baureihe 38.10-40 (Preußische P 8)

Technische Daten

04.12.1977 Breitenholz

04.12.1977 Breitenholz

Foto: Werner & Hansjörg Brutzer

Nummerierung:
DRG: 30.10-40
PKP: Ok 1
Stückzahlen:
3948 (einschließlich der Nachbauten in Rumänien)
Baujahre: 1906-1923
Ausmusterung: 1974
Höchstgeschwindigkeit:
100 km/h (vorwärts)
50 km/h (rückwärts)
85 km/h (rückwärts mit Wannentender)
Indizierte Leistung: 868 kW
Länge über Puffer: 18.585 mm
Dientstmasse: 76,69 t
Bauart: 2'C h2
Gattung: P 35.15

Geschichte

Die P8 der Preußischen Staatseisenbahn (Baureihe 38.10 40 der Deutschen Reichsbahn) war eine sehr vielseitig verwendbare Dampflokomotive, die im schweren Schnellzug- sowie Güterzugdienst eingesetzt wurde. Der Auftrag zum Bau der ersten zehn Maschinen wurde im Januar 1906 an die Firma Schwartzkopff (die spätere Berliner Maschinenbau AG) vergeben.

Vor dem ersten Weltkrieg wurden in etwa 2350 Lokomotiven hergestellt, wovon 628 Exemplare als Reparationen an die Siegermächte abgegeben werden mußten. Die P 8 wurde somit in fast ganz Europa eingesetzt. Polen erhielt 192 (als Ok1), Belgien 168 und Frankreich 162 Lokomotiven. Geringere Stückzahlen gingen an die Saarbahnen, Italien, Rumänien, Litauen (als K8) und Griechenland.

1923 wurde die letzte Maschine von der AEG (Berlin-Hennigsdorf) gebaut. Mit insgesamt 3948 Exemplaren (einschließlich der Nachbauten in Rumänien) ist die P 8 die weltweit meistgebaute Personenzuglokomotive.

Sowohl die Deutsche Reichsbahn als auch die Deutsche Bundesbahn waren mit den Maschinen sehr zufrieden, was man an der späten Ausmusterung sehen konnte. Die letzte P 8 wurde bei der DR 1972 und bei der DB 1974 ausgemustert. Mehr als 500 Lokomotiven erreichten ein Dienstalter von über 50 Jahren.