DB-Baureihe 517/817 (ETA/ESA 176)

Technische Daten

24.05.1979 im AW München-Freimann

24.05.1979 im AW München-Freimann

Foto: Karl-Friedrich Seitz

Nummerierung:
ETA 176 001 008
ESA 176 001 008
517 001 008
817 601 608
Stückzahlen: 8
Baujahre:
1952 1954 (ETA)
1954 1958 (ESA)
Ausmusterung: 1982-1984
Höchstgeschwindigkeit:
90 km/h (001 002)
100 km/h (003ff.)
Stundenleistung:
2 100 kW = 200 kW
2 102 kW = 204 kW (002 zeitweise)
Reichweite: ca. 400 km
Länge über Kupplung:

27.000 mm (ETA)
27.000 mm (ESA)
Dientstmasse: 83,6 t
Hersteller: Wegmann, WMD SSW, AEG, Schaltbau, AFA, ME
Bauart: Bo'2'(ETA) + 2'2'(ESA)

Geschichte

Die Akku-Triebwagen der Baureihe ETA 176 waren bei der Deutschen Bundesbahn die Vorläufer der Baureihe ETA 150. In den Jahren 1952 bis 1954 wurden insgesamt acht Triebwagen dieser Bauart in Dienst gestellt. Sie befuhren Haupt- und Nebenstrecken.
Die Akku-Triebwagen benötigen keinen Lokschuppen o.ä. zum Abstellen oder Warten und können einfach im Freien abgestellt werden. Überdies konnten sie auch zur kalten Jahreszeit ohne längere Wartezeiten genutzt werden. Nicht nur die Energie- sondern auch die Wartungskosten lagen unter denen von Verbrennungstriebwagen.

Der ETA 176 überzeugte im Betrieb mit seiner hoch bemessenen Anfahrbeschleunigung, welche durch eine Anfahrüberlastung der Motoren erreicht werden konnte. Prinzipbedingt wurden auch keine Rauch- und kaum Geräuschbelästigungen erzeugt und damit waren Akku-Triebwagen sicherheitstechnisch gesehen ungefährlicher als Dampfzüge eingestuft.

Der wesentliche Nachteil dieser Fahrzeuggattung liegt in dem gegenüber Verbrennungstriebwagen erhöhten Anschaffungspreis und dem Zwang, zugehörige Ladeeinrichtungen in ausreichender Zahl bereitzuhalten. Der Anschluss an eine der stationären Ladeanlagen erfolgte über mehrere, entlang des Triebwagens verteilte Steckdosen, in deren Öffnungen die Stecker der Ladestationen befestigt wurden.

Als erster DB-Akku-Triebwagen wurde 517 007, der frühere ETA 176 007, im Jahr 1981 nach einem Unfall ausgemustert. Die anderen Exemplare folgten zwischen 1982 und 1984, obgleich sie auch zu diesem Zeitpunkt noch als vergleichsweise leicht zu warten galten. Als letzte wurden 517 008 (ehemals ETA 176 008) und der Steuerwagen 817 603 (früherer ESA 176 003) 1984 abgestellt. Die Leistungen gingen weitestgehend an die Baureihe 515 über.