DB-Baureihe 515/815 (ETA/ESA 150)

Technische Daten

16.08.1982 Bw Northeim

16.08.1982 Bw Northeim

Foto: Friedrich Giemulla

Nummerierung:
ETA 515 001 033
ETA 515 101 138
ETA 515 501 661
ESA 150 001 216
Stückzahlen:
232 Triebwagen
216 Steuerwagen
Baujahre: 1953 - 1965
Ausmusterung: 1995
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
Leistung: 2 150 kW
Reichweite:
ca. 300 km
Länge über Kupplung:
23.400 mm
Dientstmasse: 49,0 56,0 t
Hersteller: SSW, Rathgeber, O&K WMD, Wegmann & Co.
Bauart:
Bo'2' (ETA)
2'2' (ESA)

Geschichte

Ab 1954 stellte die Deutsche Bahn Akku-Triebwägen der Baureihe ETA 150 / ESA 150 sowohl für den Einsatz auf Haupt- als auch Nebenstrecken in Dienst. Bis 1965 wurden 232 Triebwägen (ETA 150) sowie 216 Steuerwägen (ESA 150) produziert und war somit sehr verbreitet. Ab 1968 erhielten die Triebwägen die Baureihenbezeichnung 515, die Steuerwägen 815.

Die Einsatzgebiete waren vorzugsweise die Flachlandstrecken der Deutschen Bahn, da Bergstrecken aufgrund des höheren Stromverbrauchs zu einer geringeren Reichweite führten. Einsatzschwerpunkte waren das Ruhrgebiet, östliche Niedersachsen, östliche Rheinland-Pfalz, Südhessen, Südbaden sowie Schleswig-Holstein. Von 1978 bis 1988 wurden diese Triebzüge sogar für Verbindungen in die Niederlande eingesetzt, sie verkehrten von Aachen nach Maastrich. Im Bereich des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr waren die Triebwägen bis 1995 im Einsatz.

Ausgeliefert wurden die Triebwagengarnituren in weinroter Farbe, 1975 wurde ein Teil der Wagenflotte in beige-ozeanblau umlackiert. Kurz vor der Ausmusterung wurden wiederrum eine kleine Stückzahl in weiß-mintgrün lackiert.

Diese Baureihe war bei den Fahrgästen sehr beliebt und hatten Spitznamen wie "Akkublitz" oder "Steckdosen-InterCity".